Russland: Putin unterschreibt Gesetz zu russischer Pflichtsoftware

Auch Präsident Putin ist anscheinend der Überzeugung, dass Software aus Russland auf dort verkaufte Neugeräte gehört. Es ist daher offiziell: Ab dem 1. Juni 2020 müssen Hersteller russische Software vorinstallieren.

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Russland will eigene Software verbreiten.
Russland will eigene Software verbreiten. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Nachdem es bereits in Ebenen darunter beschlossen wurde, hat nun auch Russlands Präsident Wladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, die Software aus Russland auf im Land verkaufte Geräte zur Pflichtinstallation macht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie schon im November vom russischen Unterhaus unterzeichnet, müssen Hersteller bei Neugeräten wie Smartphones, Notebooks, Desktopsystemen und anderen Computern entsprechende Programme installieren.

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Dieser Schritt soll dem russischen Softwaregewerbe eine Hilfestellung gegen dominante internationale Anbieter geben - darunter sind beispielsweise US-amerikanische, chinesische, japanische und europäische Unternehmen. Allerdings erklärt auch der nächste Schritt noch nicht genau, welche Software überhaupt zur Pflicht werden soll. Es ist wahrscheinlich, dass Antivirensoftware, einige kleinere Textverarbeitungstools und ähnliche Programme auf der Liste stehen. Viele Dritthersteller bieten ihre Notebooks bereits mit solch vorinstallierten Applikationen im Rahmen eines Lizenzvertrages an. Das Gesetz soll wie geplant am 1. Juni 2020 in Kraft treten.

Russisches Internet und Wikipedia

Russland hat auch andere Pläne, die IT-Infrastruktur möglichst in landeseigenen Händen zu halten. Der Staat plant beispielsweise eigene Server, die als Knoten Internettraffic verteilen und weiterleiten. In diesem Zusammenhang ist wohl auch eine entsprechende Vorratsdatenspeicherung geplant.

Eine Alternative zur Enzyklopädie Wikipedia wurde ebenfalls bereits von Putin diskutiert. Sein Gedanke ist es, eine komplett von Russen administrierte Wissensdatenbank zu erstellen. Dabei hat Wikipedia bereits 1,8 Millionen Artikel in russischer Sprache. Laut Putin sei diese aber nicht professionell genug.

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Harry_Hurtig 08. Dez 2019

Windows XP? War das nicht das mit ALEXA?

Harry_Hurtig 08. Dez 2019

Also man könnte das besser machen: Man geht hin, macht einen eigenen Vertrieb und lässt...

Lileem 06. Dez 2019

schlimmer geht immer, man wende den Blick nur einmal nach Tschetschenien z.B. ...

LarusNagel 05. Dez 2019

Ich denke, dass das Importverbot die Ursache dafür ist, das es kaum noch solche base...



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