Abo
  • Services:
Anzeige
Gefeuert: FBI-Direktor James Comey
Gefeuert: FBI-Direktor James Comey (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Russland-Connection: Trump feuert FBI-Chef Comey

Gefeuert: FBI-Direktor James Comey
Gefeuert: FBI-Direktor James Comey (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Völlig überraschend hat US-Präsident Donald Trump den FBI-Chef James Comey entlassen. Der angebliche Grund für die Entscheidung wird Trump jedoch nicht abgenommen.

US-Präsident Donald Trump hat den Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, mit sofortiger Wirkung entlassen. Das teilte das Weiße Haus am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington mit. Die überraschende Entscheidung stieß auf heftige Kritik der oppositionellen Demokraten, aber auch republikanischer Politiker. Nach Ansicht von Medien ist der angebliche Grund für die Entlassung nur ein Vorwand, um Comey an weiteren Ermittlungen zu Russlandkontakten des Trump-Teams zu hindern.

Anzeige

Präsident Trump habe auf klare Empfehlungen des Justizministers Jeff Sessions und des stellvertretenden Generalbundesanwalts Rod Rosenstein gehandelt, hieß es in der Mitteilung des Weißen Hauses. Begründet wurde die Entlassung vor allem mit Comeys Verhalten in der E-Mail-Affäre Hillary Clintons. So behauptet Rosenstein in einem Memorandum, Comey habe die Ermittlungen gegen Clinton im Juli 2016 nicht beenden dürfen. Dabei habe er ohne Zustimmung des Justizministeriums gehandelt und Ermittlungsergebnisse in einer Pressekonferenz präsentiert. Das sei unzulässig.

Spekulationen über wahre Hintergründe

Allerdings hatte Comey die Ermittlungen im Oktober 2016, kurz vor der Präsidentenwahl, überraschend wieder aufgenommen und Trump damit nach Einschätzung von Beobachtern einen deutlichen Vorteil verschafft. Damals hatte Trump ihn für die Entscheidung ausdrücklich gelobt. Erst zwei Tage vor der Wahl vom 9. November 2016 hatte Comey empfohlen, keine Anklage gegen Clinton zu erheben.

US-Medien und die Demokraten vermuten daher, dass die Russlandermittlungen des FBI der wahre Grund für die Entlassung sind. Comey hatte Ende März vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses bestätigt, dass gegen die Kampagne von Trump wegen zahlreicher Kontakte nach Russland ermittelt werde. Mehrere Berater Trumps hatten sich mehrfach mit Vertretern der russischen Regierung, etwa dem US-Botschafter des Landes, getroffen und darüber öffentlich die Unwahrheit gesagt. Allerdings nutzte Trump sein Entlassungsschreiben an Comey für den Hinweis, dass dieser ihm dreimal persönlich versichert habe, nicht gegen ihn selbst zu ermitteln.

Comey widersprach Trump bei Abhörvorwürfen

Die US-Geheimdienste gehen zudem davon aus, dass Russland E-Mail-Accounts der Demokratischen Partei gehackt hat, um Clinton im Wahlkampf zu schaden. Zugleich hatte Comey im März Behauptungen Trumps zurückgewiesen, wonach dieser im Wahlkampf auf Anweisung seines Amtsvorgängers Barack Obama abgehört worden sei.

Demokratische Abgeordnete forderten am Dienstag erneut die Einsetzung eines unabhängigen Sonderermittlers. Trump habe wiederholt versucht, die Russlandermittlungen abzuwürgen, sagte der frühere Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders. Die Entscheidung zur Entlassung Comeys werfe die ernste Frage auf, was die Regierung verberge. Trumps Entscheidung nur wenige Tage vor der geplanten Aussage Comeys vor dem Geheimdienstausschuss des Senates sei "sehr verstörend". Es sei klar, dass der von Trump ausgewählte künftige FBI-Chef diese Ermittlung nicht objektiv führen können werde.

Vergleiche zum Watergate-Skandal

Der republikanische Senator John McCain kritisierte ebenfalls Trumps Entscheidung. Auch wenn der Präsident das Recht zur Entlassung des FBI-Chefs habe, sei er von Trumps Schritt "enttäuscht", zitierte ihn der Sender CNN. Trumps Beraterin Kellyanne Conway wies die Vorwürfe zurück. "Es ist keine Vertuschung", sagte Conway CNN. Es habe "null" mit den Ermittlungen zu tun, sondern gehe darum, die Integrität des FBI wiederherzustellen.

Die New York Times zog in einer Analyse einen Vergleich mit dem Watergate-Skandal, der 1974 zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon geführt hatte. In der damaligen Affäre um das illegale Abhören der Demokratischen Partei hatte der Republikaner Nixon ebenfalls den Chefermittler gefeuert.


eye home zur Startseite
BadBigBen 17. Mai 2017

... hatte es gewusst... Vertuschung!!! ... T:"Bitte keine weiteren Flynn Recherchen...

NixName 12. Mai 2017

Ist natürlich jetzt die Frage, wer den Alu-Hut trägt. Nach https://de.wikipedia.org/wiki...

plutoniumsulfat 10. Mai 2017

Und die Diskussion zur VDS toppt alles :D



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Bochum, Köln, Saarbrücken
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  3. Nuuk GmbH, Hamburg
  4. über Duerenhoff GmbH, Köln


Anzeige
Top-Angebote
  1. 349,00€ (bitte nach unten scrollen)
  2. (u. a. Ghost Recon Wildlands 26,99€, GTA 5 24,99€, Rainbox Six Siege 17,99€, Urban Empire 9...
  3. 44,99€

Folgen Sie uns
       


  1. HTTPS

    Fritzbox bekommt Let's Encrypt-Support und verrät Hostnamen

  2. Antec P110 Silent

    Gedämmter Midi-Tower hat austauschbare Staubfilter

  3. Pilotprojekt am Südkreuz

    De Maizière plant breiten Einsatz von Gesichtserkennung

  4. Spielebranche

    WW 2 und Battlefront 2 gewinnen im November-Kaufrausch

  5. Bauern

    Deutlich über 80 Prozent wollen FTTH

  6. Linux

    Bolt bringt Thunderbolt-3-Security für Linux

  7. Streit mit Bundesnetzagentur

    Telekom droht mit Ende von kostenlosem Stream On

  8. FTTH

    Bauern am Glasfaserpflug arbeiten mit Netzbetreibern

  9. BGP-Hijacking

    Traffic von Google, Facebook & Co. über Russland umgeleitet

  10. 360-Grad-Kameras im Vergleich

    Alles so schön rund hier



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Golf auf Tour: Reichweitenangst oder: Wie wir lernten, Lidl zu lieben
E-Golf auf Tour
Reichweitenangst oder: Wie wir lernten, Lidl zu lieben
  1. Fuso eCanter Daimler liefert erste Elektro-Lkw aus
  2. Sattelschlepper Thor ET-One soll Teslas Elektro-Lkw Konkurrenz machen
  3. Einkaufen und Laden Kostenlose Elektroauto-Ladesäulen mit 50 kW bei Kaufland

Alexa-Geräte und ihre Konkurrenz im Test: Der perfekte smarte Lautsprecher ist nicht dabei
Alexa-Geräte und ihre Konkurrenz im Test
Der perfekte smarte Lautsprecher ist nicht dabei
  1. Alexa und Co. Wirtschaftsverband sieht Megatrend zu smarten Lautsprechern
  2. Smarte Lautsprecher Google unterstützt indirekt Bau von Alexa-Geräten
  3. UE Blast und Megablast Alexa-Lautsprecher sind wasserfest und haben einen Akku

4K UHD HDR: Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
4K UHD HDR
Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
  1. Cisco und Lancom Wenn Spionagepanik auf Industriepolitik trifft
  2. Encrypted Media Extensions Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

  1. Re: Netzneutralität gab es nie

    basil | 07:57

  2. Bandbreite statt Datenvolumen

    Kalihovic | 07:56

  3. Datacollector

    VigarLunaris | 07:55

  4. USK 12?

    gbpa005 | 07:54

  5. Re: "eine Lösung im Sinne der Kunden"

    xmaniac | 07:47


  1. 17:47

  2. 17:38

  3. 16:17

  4. 15:50

  5. 15:25

  6. 15:04

  7. 14:22

  8. 13:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel