Russische Cyberkriminelle: Durchorganisiert und technisch spitze

Seit Langem greifen russische Cyberkriminelle Ziele im Westen an – ob Unternehmen oder staatliche Einrichtungen. Dabei zeichnet sich der russischsprachige Cyberuntergrund durch einige Merkmale aus, die ihn von den entsprechenden Szenen in anderen Ländern unterscheiden. Er gilt als einzigartig organisiertes, hochgradig kollaboratives und kulturell geprägtes Netzwerk von Akteuren, die mit eigenen internen Überprüfungsprozessen und Reputationssystemen arbeiten.
"Es ist ein Ökosystem, in dem jeder seine Nische findet" , sagt Fyodor Yarochkin, Principal Threat Researcher des japanischen Cybersicherheitsanbieters Trend Micro. "Jeder, der an diesem Markt teilnimmt, hat im Grunde seine eigenen kleinen Fähigkeiten entwickelt und kann bestimmte Dinge gut – zum Beispiel Dateien verschlüsseln, Trojaner entwickeln oder Phishing-Kampagnen organisieren." Yarochkin weiß, wovon er spricht: Er ist Co-Autor eines aktuellen Forschungsberichts über den russischsprachigen Cyberuntergrund(öffnet im neuen Fenster) .