Abo
  • Services:

Russische IT-Angriffe: BSI sieht keine neue Gefahren für Router-Sicherheit

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Stellungnahme zu den angeblichen Angriffen aus Russland veröffentlicht. Das liest sich deutlich anders als die Vorwürfe aus Großbritannien und den USA.

Artikel veröffentlicht am ,
Für das BSI sind die vermeintlichen Cyber-Angriffe offenbar nichts Neues.
Für das BSI sind die vermeintlichen Cyber-Angriffe offenbar nichts Neues. (Bild: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht derzeit keine Anzeichen für eine besondere Angriffswelle auf die IT-Infrastruktur durch russische Akteure. Mit Blick auf eine am Montag veröffentlichte Warnung von US-amerikanischen und britischen Behörden teilte das BSI am Dienstag mit: " Eine erste Analyse legt nahe, dass sich die Ausführungen der britischen und amerikanischen Partnerbehörden zu Angriffsmethoden, Angriffsvektoren und Schwachstellen mit den Erkenntnissen des BSI der vergangenen Jahre decken. Aus technischer Sicht gibt es in der Erklärung keine neuen Erkenntnisse."

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Das britische nationale Zentrum für Cybersicherheit, das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz hatten am Montag eine ausführliche Erklärung veröffentlicht. Auf Basis von Geheimdiensterkenntnissen werden dort detailliert die Methoden aufgelistet, mit denen russische Hacker in großem Umfang Netzwerkinfrastrukturen infiltriert hätten. Diese Vorbereitung könne einen Cyberangriff nahelegen.

Schwachstellen seit Jahren bekannt

Das BSI meinte dazu jedoch: " Die in der Erklärung beschriebenen Schwachstellen und IOCs sind bereits mehrere Jahre alt und grundsätzlich bekannt." Mit der Abkürzung ist nicht das Internationale Olympische Komitee gemeint, sie steht in Security-Kreisen für "Indicator of compromise", also den Hinweis darauf, dass ein System unberechtigt genutzt oder verändert und somit kompromittiert wurde.

Eine Entwarnung gibt das BSI dennoch nicht, denn es seien der Behörde "konkrete Vorfälle in Deutschland" bekannt, die starke Ähnlichkeiten zu den Methoden hätten, die die beiden transatlantischen Partner beschrieben hatten. In solchen Fällen würden die geeigneten Abwehrmaßnahmen ergriffen. Wie diese aussehen und wie mit den Betroffenen zusammengearbeitet werde - all das, so schreibt das BSI, werde vertraulich behandelt.

BSI plant Technische Richtlinie für Router

Die nun wieder in das Interesse der Öffentlichkeit geratene grundlegende Infrastruktur des Internets - das Amt nennt hier Router, Switches und Firewalls - sei "grundsätzlich auch im Fokus von Cyber-Angreifern". Aus Dokumenten, die der US-Whistleblower Edward Snowden kopiert hatte, war hervorgegangen, wie der US-Geheimdienst NSA Router zu Überwachungszwecken manipuliert.

Für künftige Schutzmaßnahmen weist die Behörde auf die im Sommer 2018 erscheinende Technische Richtlinie für Router hin - die aber in Form eines Gütesiegels vor allem für Heimgeräte gelten soll. Die Richtlinie ist von Experten und Providern stark umstritten, unter anderem, weil sie streng geheim entwickelt wird. Der Chaos Computer Club (CCC) nannte diesen Prozess auch "Lobbying-Sabotage".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 4,44€
  2. 23,99€
  3. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  4. 4,99€

NativesAlter 19. Apr 2018

OK, hast mich überzeugt. Deiner brillanten Logik und deiner geschliffenen Rhetorik habe...

Genie 18. Apr 2018

Das stimmt so natürlich nicht. Nachzulesen direkt beim BSI: https://www.bsi.bund.de/DE...

angelpage 18. Apr 2018

Das BSI erlaubt bzw. organisiert sogar selbst seit Jahren den Abfluss unserer...

Black87 18. Apr 2018

Och, ich sag nur Speedport Hybrid der Telekom Kernel Version 3.4.11 aktuellste Firmware...

jsm 18. Apr 2018

Das ist ja eine tolle Kategorie, die Ihr da erfunden habt. Nennt doch mal bitte einen...


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7400 - Hands on (CES 2019)

Das neue Latitude 7400 ist ein 2-in-1-Gerät für Geschäftskunden. Im ersten kurzen Test von Golem.de macht das Gerät einen guten Eindruck, der Preis ist mit mindestens 1.600 US-Dollar aber recht hoch.

Dell Latitude 7400 - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch
  3. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit

    •  /