Russia Today und Sputnik: Google listet Suchergebnisse russischer Staatssender aus

Die EU hat die Sanktionen gegenüber russischen Staatssendern wegen des Ukraine-Kriegs auch auf Suchmaschinen wie Google angewandt.

Artikel veröffentlicht am ,
Inhalte von Russia Today sind aus Google komplett verschwunden.
Inhalte von Russia Today sind aus Google komplett verschwunden. (Bild: Daniel Ziegener/Golem.de)

Die EU-Kommission drängt Suchmaschinenbetreiber wie Google auf eine Auslistung von Suchergebnissen mit Inhalten russischer Staatssender. Das geht aus einer E-Mail-Korrespondenz hervor, die Google in einer Datenbank mit Regierungsanfragen veröffentlicht hat. Der E-Mail vom 4. März 2022 zufolge betrifft die wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine seit Anfang März 2022 gültige Verordnung auch Suchmaschinen.

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Dem Gesetzestext zufolge ist es Betreibern verboten, Inhalte bestimmter russischer Medien "zu senden oder deren Sendung zu ermöglichen, zu erleichtern oder auf andere Weise dazu beizutragen, auch durch die Übertragung oder Verbreitung über Kabel, Satellit, IP-TV, Internetdienstleister, Internet-Video-Sharing-Plattformen oder -Anwendungen, unabhängig davon, ob sie neu oder vorinstalliert sind".

Der E-Mail zufolge spielt die Aktivität von Suchmaschinen "eine entscheidende Rolle bei der Gesamtverbreitung von Inhalten, indem sie diese jedem Internetnutzer zugänglich machen". Weiter heißt es: "Daher würden Suchmaschinen wie Google, wenn sie RT und Sputnik nicht von der Liste nehmen würden, den Zugang der Öffentlichkeit zu den Inhalten von RT und Sputnik erleichtern oder zu einem solchen Zugang beitragen."

Daraus folge, "dass Anbieter von Internet-Suchdiensten gemäß der Verordnung sicherstellen müssen, dass i) alle Links zu den Internetseiten von RT und Sputnik und ii) alle Inhalte von RT und Sputnik, einschließlich kurzer Textbeschreibungen, visueller Elemente und Links zu den entsprechenden Websites, nicht in den Suchergebnissen erscheinen, die Nutzern in der EU angezeigt werden".

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Diese Anweisung hat Google offenbar schon umgesetzt. So finden sich in den Suchergebnissen keine Links mehr zu Inhalten von Russia Today. Nach Angaben der Washington Post, die zuerst über die Sanktion berichtet hatte, trifft das in den USA jedoch noch nicht zu. In der Wayback-Machine von Archive.org sind aktuelle Inhalte ebenfalls noch zu finden.

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Prof.Dau 12. Mär 2022

Es braucht hierzu keinen Lügenapparat. Die westlichen Werte werden permanent auf die...

BluePhoenix 11. Mär 2022

Kann man ja auch Mal sagen :) Weder auf heise, noch in der Zeit oder auf tagesschau.de...

cuthbert34 11. Mär 2022

Ich finde die Kontroverse hier spannend, weil sie auf beiden Seiten imho zu kurz greift...

Prof.Dau 11. Mär 2022

Was hat das mit der Sperrung der PropagandaSender zu tun? Oder bist du trauri g das du...



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