Abo
  • IT-Karriere:

Ruralstar: Ministerin hat Huawei für Solar-Basisstation bedrängt

Die Basisstation Ruralstar, mit der Huawei einen Preis gewann, bringt UMTS in entlegene Gebiete in Entwicklungsländer. Mit einfachen Mittel wird ein UMTS-Netz aufgespannt. Doch es gibt weitere Probleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Ruralstar in Ghana
Ruralstar in Ghana (Bild: Huawei)

Huawei und der südafrikanische Mobilfunkbetreiber MTN mussten bedrängt werden, um Ruralstar, eine Basisstation für Entwicklungsländer, zu bauen. Das sagte Ursula Owusu-Ekuful, Ministerin für Kommunikation in Ghana, an 11. September 2018 auf der ITU Telecom World in Durban. Ruralstar nutzt als Backhaul 4G-Technik, statt einer teuren Satellitenanbindung oder Richtfunk und kann auf einem Holzmast installiert werden. Der niedrige Energiebedarf kann mit sechs Solarpanels gedeckt werden. Das Netz für die Dörfer sei dann laut der ghanaischen Ministerin UMTS-basiert.

Stellenmarkt
  1. Senat der Freien und Hansestadt Hamburg - Senatskanzlei, Hamburg
  2. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg

Owusu-Ekuful wird wegen ihrer Rolle bei der Entwicklung auch als Mutter Ruralstar bezeichnet. Die Anlage gewann einen Preis der Branchenorganisation GSMA. In Ghana leben 5 Millionen Menschen verstreut in vielen abgelegenen Gebieten und haben wenig oder keinen Zugang zum Internet. "2.000 Gemeinden sind ohne Mobilfunk in Ghana", sagte die Ministerin.

Nun gebe es im Land 280 Ruralstar-Basisstationen, die in Ghana entwickelt worden seien. Und es funktioniere, betonte Owusu-Ekuful. "Wir haben 60 Prozent weniger Kosten beim Aufbau und 40 Prozent weniger Betriebskosten." Das sei zu bewältigen, denn es gebe zwar wenig, aber "etwas Geld in den ländlichen Regionen Afrikas".

Afrika: Mobiltelefone sieben Jahr in Benutzung

Rob Shuter, Chief Executive Officer des südafrikanischen Telekommunikationskonzerns MTN erklärte, das 90 Prozent der Telefone, die seine Kunden nutzen, auf UMTS basierten. "Das wird sich auch nicht so schnell ändern: Sieben Jahre bleibt ein Mobiltelefon im Durchschnitt in Benutzung", sagte Shuter.

Ein Problem seien in vielen afrikanischen Ländern die relativ hohen Preise für Telefone. Die Geräte kosten minimal 35 US-Dollar, oder meistens 40 bis 50 US-Dollar, doch die Leute lebten im Durchschnitt von 100 US-Dollar im Monat. "Damit liegt der Preis für ein Mobiltelefon bei einem halben Monatslohn. Auch die Daten sind noch zu teuer und die Tarife zu komplex und kompliziert", erklärte der Manager. MTN biete in Nigeria 1 GByte für 1,60 US-Dollar an, das sei notwendigerweise viel billiger als in Industrieländern.

Offenlegung

Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der ITU Telecom World in Durban/Südafrika teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 529€
  2. (u. a. beide Spiele zu Ryzen 9 3000 oder 7 3800X Series, eines davon zu Ryzen 7 3700X/5 3600X/7...

u21 12. Sep 2018

Korrekt erkannt. Lebe in Deutschlands bevölkerungsstärkster Stadt, die auch ländliche...

Cok3.Zer0 12. Sep 2018

Wenn Ninjitzu-Ukulele das Geld für die Bekämpfung von SIMboxen für die Versorgung der...

dbettac 12. Sep 2018

https://blog.fefe.de/?ts=a56ef03f


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone 2 ausprobiert

Das neue ROG Phone II von Asus richtet sich an Mobile Gamer - ist angesichts der Topausstattung aber auch für alle anderen Nutzer interessant.

Asus ROG Phone 2 ausprobiert Video aufrufen
Facebook Horizon ausprobiert: Social-VR soll kommen, um zu bleiben
Facebook Horizon ausprobiert
Social-VR soll kommen, um zu bleiben

Mit Horizon entwickelt Facebook eine virtuelle Welt, um Menschen per VR-Headset zusammenzubringen. Wir haben Kevin vermöbelt, mit Big Alligator eine Palme gepflanzt und Luftkämpfe um bunte Fahnen ausgetragen.
Von Marc Sauter

  1. VR-Rundschau Mit Vader auf die dunkle Seite des Headsets
  2. Virtual Reality HTC Vive Cosmos bietet 1.440 x 1.700 Pixel pro Auge
  3. Anzeige Osrams LEDs und Sensoren machen die virtuelle Welt realer

Banken: Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT
Banken
Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT

Ob Deutsche Bank, Commerzbank oder DKB: Immer wieder wackeln Server und Anwendungen bei großen Finanzinstituten. Viele Kernbanksysteme sind zu alt für aktuelle Anforderungen. Die Branche sucht nach Auswegen.
Eine Analyse von Manuel Heckel

  1. Bafin Kunden beklagen mehr Störungen beim Online-Banking
  2. PSD2 Giropay soll bald nahezu allen Kunden zur Verfügung stehen
  3. Klarna Der Schrecken der traditionellen Banken

Teamviewer: Ein schwäbisches Digitalwunder
Teamviewer
Ein schwäbisches Digitalwunder

Team wer? Eine schwäbische Softwarefirma hilft weltweit, per Fernzugriff Computer zu reparieren. Nun geht Teamviewer an die Börse - mit einer Milliardenbewertung.
Ein Bericht von Lisa Hegemann

  1. Fernwartungssoftware Permiras Teamviewer erhofft sich 5 Milliarden Euro Bewertung

    •  /