Rundfunklizenzen: Chef von Medienanstalt kritisiert Youtuber

Als "unprofessionell" kritisiert Tobias Schmid von der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen einen Teil der deutschen Youtuber. Vor allem Peter Smits dürfte gemeint sein - er hatte jüngst lieber einen Kanal eingestellt, als sich eine Rundfunklizenz zu besorgen.

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Tobias Schmid, Chef der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen
Tobias Schmid, Chef der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (Bild: Adam Berry/Getty Images)

Auffällig harte Kritik hat Tobias Schmid, Chef der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, an Teilen der deutschen Youtuber-Szene geäußert. In einem aktuellen Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger bezeichnet er die Reaktionen der Streamer auf die Forderung einer Rundfunklizenz als "bemerkenswert unprofessionell".

Zwar findet auch Schmid, dass diese Lizenzen nun "sicher nicht mehr zeitgemäß" seien - aber ein anderes Verfahren habe der Gesetzgeber nun mal nicht vorgesehen, um für eine gewisse Transparenz über die Verantwortlichen hinter den Sendungen zu sorgen.

Schmid dürfte mit seiner Kritik unter anderem den Youtuber Peter Smits meinen. Der hatte kürzlich sein von der Forderung nach einer Rundfunklizenz betroffenes, lineares Angebot Pietsmiet TV eingestellt, statt sich dafür das von den Landesmedienanstalten geforderte Papier zu besorgen. Der Hauptkanal des aus Köln sendenden Streamers ist von der Einstellung nicht betroffen.

Gesetzesänderung unwahrscheinlich

Smits hat auf seinem Kanal, aber auch im Gespräch mit Politikern dafür geworben, die Gesetze zu ändern, andere bekanntere Streamer haben sich dieser Forderung auch öffentlich angeschlossen. Sie stoßen damit zwar fast durchgehend auf Zustimmung.

Dennoch sind die Aussichten, dass sich an der Gesetzeslage in absehbarer Zeit etwas ändert, wohl eher gering. Schließlich müsste nicht nur der Bund aktiv werden, sondern auch die Länder müssten sich über eine Reform einig sein - und damit ist so bald eher nicht zu rechnen.

Landesmedienanstalt-Chef Schmid weist in seinem aktuellen Interview allerdings darauf hin, dass der Aufwand für die Beantragung einer Rundfunklizenz gar nicht so hoch sei. Zumindest professionelle Anbieter würden das schon hinbekommen, und "ressourcenlose kleine Youtuber" seien ja sowieso nicht betroffen.

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cypeak 12. Jun 2017

"erklärung" ist keine begründung für das warum es so sein muss. es ist ja kein unumstö...

Wadaun 08. Jun 2017

Tatsächlich ist das alles nicht ganz korrekt. Viele Landesrundfunkanstalten haben schon...

Wadaun 08. Jun 2017

Ich schließe mich ihnen an. Herr Smits ist seit Anfang der Rundfunkdebatte für Streamer...

triri 02. Jun 2017

Mit Schaumwein anstoßen und den Etat für das nächste Jahr erhöhen lassen?



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