Rundfunkbeitrag: Rückstände samt Mahngebühren erreichen 903 Millionen Euro

Der Beitragsservice von ARD und ZDF nennt diese Zahlen nur auf Nachfrage.

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Der Sitz des Beitragsservice
Der Sitz des Beitragsservice (Bild: Beitragsservice)

Im Jahr 2020 summierten sich eingeforderte Beitragsrückstände inklusive Säumniszuschlägen des Rundfunkbeitrags auf 903 Millionen Euro. Das geht aus schriftlichen Angaben der neun Landesrundfunkanstalten hervor, welche die Fraktion der als nationalkonservativ bis rechtsextrem eingeschätzten Partei AfD im Bundestag abgefragt hat und die der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegen.

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Von Januar bis September 2021 summierten sich die nicht pünktlich gezahlten Beiträge samt Säumniszuschlägen auf 596 Millionen Euro. Der Beitragsservice, eine Gemeinschaftseinrichtung von ARD, ZDF und Deutschlandradio, erklärte auf Nachfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung: "Wir gehen davon aus, dass in der weit überwiegenden Zahl der Fälle finanzielle Gründe Ursache für einen Zahlungsrückstand sind."

Der Sprecher ergänzte: "Viele versäumen es auch aus organisatorischen Gründen, pünktlich zu überweisen." Andere seien etwa wegen Verständnisproblemen oder mangelnder Sprachkenntnisse bei der Bewältigung ihrer Angelegenheiten auf fremde Hilfe angewiesen und gerieten so in Zahlungsverzug. Dafür spreche, dass der Anteil der säumigen Gebührenzahler mit sieben Prozent "ziemlich genau der Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland entspricht", heißt es beim Beitragsservice mit Verweis auf den aktuellen Schuldner-Atlas.

Beitragsservice nennt Zahlen nur auf Nachfrage

Während in der Vergangenheit viele Zahlungsverweigerer das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender einfach nicht nutzen und bezahlen wollten, haben sich inzwischen auch Rechtsextreme unter die Verweigerer gemischt. Möglich ist daher auch, dass AfD-Wähler zu den bewussten Zahlungsverweigerern gehören.

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Die Summe von 903 Millionen Euro entspricht einem Anteil von rund 11,3 Prozent der Erträge (8,1 Milliarden Euro in 2020). Für den Beitragsservice handele es sich um einen Wert von "verhältnismäßig geringer Aussagekraft", sagte der Sprecher, weil zwischenzeitliche Erledigungen beziehungsweise Zahlungen unberücksichtigt blieben. Deshalb werde auf die Nennung der Zahl im Rahmen des Jahresberichts verzichtet.

Golem.de hat bereits im Juni 2021 über den Jahresbericht 2020 des Beitragsservice von ARD ZDF Deutschlandradio berichtet. Zum Jahresende 2020 befanden sich rund 3,28 Millionen der insgesamt rund 45,9 Millionen Konten des Rundfunkbeitrags in einer Mahnstufe oder in der Vollstreckung. Dies war ein Rückgang: Im Jahr davor waren es rund 3,57 Millionen.

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conker 21. Feb 2022

Wäre da echt interessiert, wie man einen GV nett und einfach abwimmeln kann ...

Clown 21. Feb 2022

Dass man darauf verzichtet hat die Luft jedes Jahr aufs Neue zu verpesten?

Lemo 18. Feb 2022

Ich hab oben jetzt mal die Sendungen mit Regionalbezug oder regionaler Produktion (oder...

koelnerdom 18. Feb 2022

Bullshit. Und du hast hier wirklich schon genug einschlägiges gepostet, dass man das...



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