Rundfunkbeitrag: 1 Milliarde mehr für ARD und ZDF
Durch den neuen Rundfunkbeitrag werden ARD, ZDF und Deutschlandradio rund 1 Milliarde Euro mehr einnehmen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Aussagen des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU). Die Gebührenberechnungen beziehen sich auf einen Zeitraum von vier Jahren.
Der Rundfunkbeitrag könne deswegen um 1 Euro pro Monat gesenkt werden, sagte Tillich laut FAZ. Der Betrag von 17,98 Euro pro Monat würde dann reduziert. Dies sei bereits "mit anderen Kollegen abgestimmt" , sagte Tillich. Der Chef seiner Staatskanzlei, Johannes Beermann, werde eine Beratung für Anfang 2014 vorbereiten.
Zuvor wurde berichtet , die Gebührenkommission KEF habe errechnet, die öffentlich-rechtlichen Sender würden bis zu 500 Millionen Euro mehr erzielen. Die ARD betonte dagegen, dass erst am Jahresende 2013 eine seriöse Bewertung möglich sei.
"Seit Ende letzter Woche liegen uns vorläufige Schätzungen vor, so dass auch wir von erheblichen Mehreinnahmen ausgehen" , erklärte das ZDF der Zeitung.
Der Kef-Vorsitzende und Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs, Heinz Fischer-Heidlberger, erklärte der FAZ: "Ich warte auf neue Zahlen der Anstalten, die Anfang nächster Woche kommen sollen. Wir werden den Ländern und den Anstalten den Entwurf des neunzehnten Berichts etwa Mitte Dezember zuleiten. Dann weiß ich mehr."
ARD, ZDF und Deutschlandradio nahmen zuletzt mit der alten Rundfunkgebühr fast 7,5 Milliarden Euro pro Jahr ein. Die Haushaltsgebühr muss jeder zahlen, auch Menschen, die kein Rundfunkgerät besitzen.
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