Nichts Falsches versprechen, nichts Falsches verbreiten
Nicht mehr zu versprechen, als man auch einhalten kann, ist grundsätzlich wichtig. Am Beispiel von Verkehrsmeldungen erklärt, wäre es nicht hilfreich, wenn man als Radioprogramm signalisiert, dass man Verkehrsmeldungen liefert, dann aber gar nicht über die notwendigen Informationen verfügt und Hörer deshalb nie korrekt über Straßenverkehrsereignisse unterrichtet werden könnten.
Ebenso wichtig ist es, keine falschen Informationen zu verbreiten. Natürlich kann es im Einzelfall einmal Ungenauigkeiten geben, aber eine offizielle behördliche Evakuierungsanweisung, die sich dann als falsch herausstellt, wäre kritisch und würde selbst erst ein Problem verursachen.
Manipulation muss berücksichtigt werden
Es geht hierbei weniger um menschlichen Irrtum, sondern um gezielte Manipulationsversuche. In der Vergangenheit wurde vieles unter der Annahme etabliert, dass es nicht darum gehe, bewusste Manipulation und Angriffe abwehren zu müssen. Eine Redakteurin, die nachts solche Meldungen bearbeitet, ist aber die erste und letzte Verteidigungslinie gegen Falschinformationen.
Den technischen Unterbau der Meldungszulieferung können Redakteure normalerweise nicht überblicken. Sie sind darauf angewiesen, dass nur sinnvolle Meldungen ins System gelangen. Satellitenübertragungen und VPN-Tunnel sind normalerweise auch ausreichend manipulationssicher. Dennoch ist schwer überblickbar, wo es auf der Zuführung von Informationen eventuell gelungen sein könnte, Falschinformationen einzuschleusen.