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Augen auf beim Autokauf: Autokäufer mit Tausenden Fake-Inseraten abgezockt

Zwei Rumänen sollen hunderte Onlinekonten von Autohändlern gekapert haben, um Käufer mit gefälschten Inseraten und Rechnungen um 660.000 Euro zu betrügen.
/ Marc Stöckel
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Beim Autokauf über Onlineplattformen ist Vorsicht geboten. (Bild: pexels.com / Artem Saranin)
Beim Autokauf über Onlineplattformen ist Vorsicht geboten. Bild: pexels.com / Artem Saranin

Rumänische Strafverfolger haben in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) sowie der Coburger Kriminalpolizei zwei Verdächtige verhaftet, die Nutzerkonten seriöser Fahrzeughändler auf mehreren Onlineplattformen gekapert, darüber Fake-Inserate veröffentlicht und sich an "gutgläubigen Käufern" bereichert haben sollen. Das geht aus einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg(öffnet im neuen Fenster) hervor.

In der Meldung ist von rund 5.000 gefälschten Inseraten die Rede, welche die Tätergruppe seit September 2025 über mehrere hundert Händlerkonten erstellt haben soll. Die Gruppe soll zudem bei Fahrzeugverkäufen Rechnungen gefälscht haben, so dass die jeweiligen Käufer den Kaufpreis nicht an die Bankkonten der echten Händler überwiesen, sondern an die der Betrüger.

Die Geschäfte der Täter sollen über spanische und deutsche Bankkonten abgewickelt worden sein. Der Gesamtschaden, der Fahrzeugkäufern dadurch entstand, liegt nach aktuellen Erkenntnissen bei mindestens 660.000 Euro.

Bargeld und Gold beschlagnahmt

Die Festnahme der beiden Tatverdächtigen erfolgte nach Angaben der Staatsanwaltschaft am 7. Juli in der rumänischen Stadt Râmnicu Vâlcea. Diese ist auch als Hackerville bekannt(öffnet im neuen Fenster), da sie sich über Jahre hinweg zu einem Zufluchtsort für international agierende Cyberkriminelle und Onlinebetrüger entwickelt hat.

Bei den festgenommenen Personen handelt es sich den Angaben nach um zwei Rumänen im Alter von 40 und 44 Jahren. Die Einsatzkräfte durchsuchten auch deren Räumlichkeiten und stellten dabei Bargeld und Goldmünzen im Gesamtwert von rund 100.000 Euro sicher.

Beide Tatverdächtige wurden den Angaben zufolge bereits nach Deutschland ausgeliefert und dort einem Haftrichter vorgeführt. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Polizei wertet derweil gesicherte Beweismittel aus und sucht nach weiteren Personen, die an der Betrugsoperation beteiligt gewesen sind.


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