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FBI erhält die Lizenz zum Hacken.
FBI erhält die Lizenz zum Hacken. (Bild: Getty/Bloomberg, Kontributor)

FBI platziert Malware

Das FBI weiß in so einem Fall also nicht, an welche Gerichte es sich wenden müsste, um Durchsuchungsbeschlüsse zu erwirken, mit denen es Anbieter und Konsumenten hacken dürfte. Denn genau das ist eine Technik, die das FBI einsetzt: Es platziert eine Malware auf dem Server des Anbieters, der die Browser der Besucher befällt und deren echte IP-Adresse verrät. Damit können die Ermittler dann die Nutzer identifizieren.

In den vergangenen Monaten haben US-Gerichte mehrfach Beweise aus solchen Ermittlungen nicht zugelassen, weil die zugrundeliegenden Durchsuchungsbeschlüsse über die jeweiligen Jurisdiktionen der ausstellenden Richter hinausgingen.

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So nachvollziehbar die Wünsche des Justizministeriums nach Anpassung der Rule 41 an die technische Realität im Prinzip sein mögen - einen Vorgeschmack auf den Umfang kommender Staatshacks gab zuletzt der Fall Playpen. Das war der Name einer Plattform im Tor-Netzwerk, die unter anderem Videoaufnahmen von Kindesmissbrauch anbot.

FBI hackt tausende Nutzer

Das FBI fand den Server, doch statt ihn vom Netz zu nehmen, betrieb sie ihn zunächst selbst weiter und versah ihn mit einer Malware, die all jene Besucher der Seite infizierte, die das Forum mit den Missbrauchsvideos nutzten. Mehr als 8.000 Nutzer aus 120 Ländern wurden auf diese Weise vom FBI gehackt, wie Motherboard herausfand. Watering-hole-Attacke heißt so etwas, weil Nutzer auf die Seite kommen wie wilde Tiere an eine Wasserstelle.

An diese Größenordnung - tausende Computer irgendwo in der Welt mit einem Durchsuchungsbefehl - wird man sich möglicherweise gewöhnen müssen. Auch in Ermittlungen, in denen es vielleicht nicht um so eindeutig illegale Aktivitäten wie Kindesmissbrauch geht. Der demokratische Senator Ron Wyden aus Oregon, einer der wenigen Gegner der neuen Regel, befürchtet, dass die Rule 41 der künftigen US-Regierung helfen könnte, um auch gegen politische Gegner vorzugehen, ob nun im In- oder im Ausland.

Natürlich bräuchte sie dazu erst einmal einen Anlass. Aber dann müsste sie - soweit die Theorie - nur noch irgendwo in den USA einen ihr gewogenen Amtsrichter finden, der die Genehmigung zum Hacken unterschreibt.

 Rule 41: Das FBI darf jetzt weltweit hacken

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tingelchen 05. Dez 2016

Du hast geschrieben, Zitat: Deutsches Recht ist in Deutschland natürlich nicht...

Rulf 05. Dez 2016

du meinst also die bürgerlichen grundrechte wurde in den vsa vollkommen aufgehoben...

QuotenEmo 05. Dez 2016

Ist das die ganze Aussage? Ich fasse die mal umgangssprachlich zusammen: Wems nicht...

Menplant 05. Dez 2016

Machen sie ja auch. Nur jetzt fängt man an (wie in DE auch) die illegalen Machenschaften...

RechtsVerdreher 05. Dez 2016

Der Beitrag hier war offensichtlich ironisch gemeint.



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