Ruhestandsprozess zu aufwendig: Doge will Apple-Store-ähnliches Erlebnis bieten
Der Airbnb-Mitbegründer Joe Gebbia will die Pensionierung von US-Bundesbediensteten beschleunigen und den Vorgang in ein "Apple-Store-ähnliches Erlebnis" umwandeln. Das sagte Gebbia in einem Interview(öffnet im neuen Fenster) dem US-Nachrichtensender Fox News, an dem auch Elon Musk und weitere Mitglieder des Departments of Government Efficiency (Doge) teilnahmen.
Gebbia beschrieb, dass der derzeitige Ruhestandsprozess auf einem vollständig papierbasierten System beruhe und in einer idealen Welt nur ein paar Tage in Anspruch nähme. Die Überarbeitung solle in den nächsten Monaten erfolgen, fügte er hinzu.
Wie das Onlinemagazin Fortune mit Verweis auf die New York Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dauert es derzeit zwei Monate, einen Bundesbediensteten in den Ruhestand versetzen zu können. Dieser Zeitrahmen habe sich seit den 1970er Jahren nicht verändert, da für den Ruhestandsprozess die Personalakte eingesehen werden muss, heißt es weiter.
Personalakten lagern in Kalksteinmine
Die Akten lagern laut Fortune in einer Kalksteinmine, die 28.000 Aktenschränke beherbergt und 200 Angestellte beschäftigt. Damit könnten derzeit etwa 8.000 Pensionierungen pro Monat bearbeitet werden, sagte Gebbia und ergänzte, dass dies für Doge ein großes Hindernis darstellte, als Hunderttausenden von Regierungsangestellten der Vorruhestand angeboten wurde. Er fügte hinzu, dass das Problem mit gutem Design und guter Technik gelöst werden könne.
Im Februar 2025 schloss Gebbia sich Doge an . Bisher war er als Spender für die Demokraten bekannt. Vor den US-amerikanischen Wahlen 2024 sagte Gebbia allerdings, dass er für die Republikaner und für Robert F. Kennedy Jr. als US-Gesundheitsminister stimmen werde.
Airbnb distanzierte sich daraufhin von seinem Mitbegründer und erklärte, dass Gebbia zwar Vorstandsmitglied von Airbnb bleibe, aber keine operative Rolle im Unternehmen innehabe. Weiterhin hieß es, dass Gebbia Doge mit seiner persönlichen Meinung beitrete und nicht die Ansichten des Unternehmens spiegele.
Die nach Angaben der US-Regierung amtierende Verwalterin von Doge, Amy Gleason(öffnet im neuen Fenster) , war in dem Interview nicht anwesend und wurde von den Beteiligten nicht erwähnt.
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