Rufus Beta 3.19: Installationstool umgeht Onlinekontozwang von Windows 11

Das Entwicklerteam hinter dem USB-Formatierungstool Rufus hat eine neue Version der Software veröffentlicht. In der Beta 3.19(öffnet im neuen Fenster) können User unter anderem Microsofts Accountzwang für ein Onlinekonto in Windows 11 abschalten. So kann das Betriebssystem auch mit lokalen Konten installiert werden. Das Feature hat Microsoft in Windows 11 Home und Pro nämlich standardmäßig abgeschaltet.
Für die Auswahl integriert das Tool einen neuen Auswahldialog. Dort kann die Offlinekonto-Installation als Option eingeschaltet werden. Es gibt zudem weitere Optionen. So kann Rufus die TPM- und Secureboot-Voraussetzungen umgehen. Gleiches gilt für die Hardwarevoraussetzungen von Windows 11, welche mindestens 4 GByte RAM und 64 GByte Massenspeicher verlangen. Rufus umgeht allerdings nicht die von Microsoft integrierte CPU-Sperre. Windows 11 wird wohl weiter Ryzen 2000 oder Intel Core i-8000 benötigen.
Rufus unterstützt ältere Betriebssysteme
Die meisten Sperren werden über modifizierte Registry-Einträge umgangen. Rufus formatiert ein so angepasstes Installationsimage für ein USB-Installationsmedium – es erspart also manuelle (und teils fortgeschrittene) Arbeit. Übrigens unterstützt das Tool mit der Beta 3.19 Linux-Distributionen mit nichtstandardisiertem Grub-2.0-Prefix, also etwa Opensuse Live und Geckolinux.
Rufus kann generell als USB-Tool für diverse Betriebssysteme genutzt werden. Es kann den Bootvorgang mittels FreeDOS, DOS und UEFI möglich machen, eignet sich also auch für ältere Betriebssysteme (beispielsweise Windows 7). Es lassen sich auch Windows-to-Go-Laufwerke erstellen, die dann etwa für Troubleshooting beim Kunden genutzt werden können. Das Tool prüft mittels MD5, und SHA-Checksummen Images auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit.
Das Tool kann auf Github(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden und wird stetig erweitert.



