Rüstungs-Start-Up: Münchner Drohnen-Start-up Tytan erhält 30 Millionen Euro
Der Nato Innovation Fund und der Münchner Risikokapitalfonds Armira investieren 30 Millionen Euro(öffnet im neuen Fenster) in Tytan Technologies(öffnet im neuen Fenster) . Das Start-up will damit die Serienfertigung von Abwehrdrohnen aufbauen.
Nach Angaben aus Marktkreisen wird Tytan in der Finanzierungsrunde mit mehr als 100 Millionen Euro bewertet. Co-Gründer Balazs Nagy betonte, ausschließlich von europäischen Investoren finanziert zu werden, wie der Spiegel berichtete(öffnet im neuen Fenster) .
Erste Aufträge aus Deutschland und Ukraine
Im vergangenen Herbst beauftragte das Beschaffungsamt Tytan mit der Entwicklung einer Drohnenabwehrlösung für Bundeswehrliegenschaften. Der Auftrag läuft bis 2027 und bewegt sich im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Mitte 2026 soll ein erster Demonstrator vorgestellt werden.
Nagy und sein Partner Batuhan Yumurtacı gründeten Tytan 2023 und testeten ihre Systeme in der Ukraine. Jetzt erhält das Start-up erstmals einen größeren Auftrag von der ukrainischen Armee.
Im Westen Münchens baut Tytan derzeit eine Serienproduktion auf. Bis Jahresende soll das Werk 3.000 Drohnen pro Monat fertigen können. Die Mitarbeiterzahl steigt von 80 auf 150.
Das Unternehmen will neben Mini-Rammdrohnen auch größere, raketengetriebene Systeme entwickeln. Sie sollen vor Gleitbomben und Kamikazedrohnen schützen. Eine Kooperation mit dem Motorenhersteller Deutz soll Antriebslösungen und Zusatzkapazitäten liefern.
Die Flugabwehr gilt als größte Lücke in der europäischen Verteidigungsfähigkeit. Bisher genutzte, raketenbasierte Flugabwehrsysteme gelten als zu teuer für die massenhafte Drohnenabwehr.
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