Rückzug: LG bringt kein neues modulares Smartphone

Nach dem G5 wird es von LG kein weiteres modulares Smartphone geben. Kunden würden sich dafür nicht interessieren. Eigene Fehler gibt der Hersteller nicht zu.

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Das G5 ist das letzte modulare Smartphone von LG.
Das G5 ist das letzte modulare Smartphone von LG. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das G5 wird auf absehbare Zeit das einzige modulare Smartphone von LG bleiben. Dem Wall Street Journal erklärte ein Unternehmenssprecher, dass der G5-Nachfolger keine modulare Bauweise mehr haben werde. In naher Zukunft wolle LG das G6 vorstellen. Mit diesem Schritt verabschiedet sich LG bereits mit der ersten Generation vom Konzept der modularen Smartphones.

Für LG ist der Kunde schuld

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LG begründet die Abkehr von modularen Smartphones damit, dass das Kundeninteresse einfach zu gering gewesen sei. Aber LG hat auch Fehler gemacht, denn ein modulares Smartphone lebt davon, dass Gerätebesitzer möglichst viele Module zur Auswahl haben. Hier hat LG gründlich versagt. Seit der Produktvorstellung des G5 vor knapp einem Jahr kam kein weiteres Modul dazu und es gibt nur einen Kameragriff und ein Audiomodul. Eine Entwicklerkonferenz hat offenbar nicht dazu beigetragen, weitere Module auf den Markt bringen zu können.

Bereits im Oktober 2016 gab es erste Hinweise darauf, dass sich LG mit dem G6 wieder von modularen Smartphones verabschieden werde und Anfang Dezember 2016 vermeldeten Insider die Abkehr.

LG wollte auf der CES 2017 in Las Vegas keinen Termin für die offizielle Vorstellung des G6 nennen. Das Smartphone könnte zum Mobile World Congress Ende Februar 2017 in Barcelona vorgestellt werden.

Lenovo führt sein Modulsystem fort

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Als einer der großen Smartphone-Hersteller bietet derzeit nur Lenovo modulare Smartphones an. Lenovo will pro Jahr mindestens zwölf neue Module auf den Markt bringen, um Käufern eines Moto-Z-Smartphones eine möglichst große Modulvielfalt bieten zu können. In den USA wurden zwei weitere Module vorgestellt, die bisher nicht für Deutschland geplant sind.

Während Moto-Z-Besitzer in den USA derzeit zwischen drei verschiedenen Akku-Mods wählen können, erhalten deutsche Kunden nur eines. Für Deutschland stehen derzeit weiterhin nur die vier Module zur Wahl, die zur Markteinführung der Moto-Z-Smartphones hierzulande zur Verfügung gestanden haben. Es ist unklar, weshalb für deutsche Kunden weniger Mods angeboten werden als für die US-Kundschaft.

Lenovo will erheblich in das Ökosystem von Moto Z und Moto Mods investieren. Das Modulsystem will der Hersteller mindestens drei Gerätegenerationen lang anbieten. Dabei wird eine vollständige Kompatibilität versprochen. Ein in einigen Jahren gekauftes Moto-Mod soll dann mit dem aktuellen Moto Z und Moto Z Play funktionieren. Umgekehrt wird ein heute gekauftes Moto Mod auch in einigen Jahren mit einem zukünftigen Moto-Z-Nachfolger laufen, so das Versprechen von Lenovo.

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