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Julian Assange steht zu seinem Angebot, in die USA ausreisen zu wollen.
Julian Assange steht zu seinem Angebot, in die USA ausreisen zu wollen. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Verwirrung: Assange will nicht in die USA - oder doch?

Julian Assange steht zu seinem Angebot, in die USA ausreisen zu wollen.
Julian Assange steht zu seinem Angebot, in die USA ausreisen zu wollen. (Bild: Carl Court/Getty Images)

Julian Assanges Anwalt hatte einen Weg gefunden, dass der Wikileaks-Gründer die versprochene Auslieferung in die USA nicht antreten müsste. Doch nun äußerte sich Assange erstmals selbst in der Debatte.

Kritiker von Wikileaks-Gründer Julian Assange dürften sich bestätigt sehen: Anders als ursprünglich angekündigt, will sich der 45-Jährige nach der Begnadigung der Whistleblowerin Chelsea Manning nun doch nicht in die USA ausliefern lassen. Sein US-Anwalt Barry Pollack sagte der Zeitung The Hill, die vorzeitige Freilassung sei weit von dem entfernt, was Assange gefordert habe. Er habe verlangt, dass die Wikileaks-Informantin Manning begnadigt und sofort freigelassen werde.

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US-Präsident Barack Obama hatte Manning am Dienstag 28 Jahre Haft erlassen und angeordnet, dass die frühere US-Soldatin am 17. Mai dieses Jahres aus einem Militärgefängnis im Bundesstaat Kansas entlassen werde. Am vergangenen Samstag hatte Wikileaks noch getwittert: "Wenn Obama Manning begnadigt, wird Assange der Auslieferung in die USA zustimmen, selbst wenn das Verfahren des US-Justizministeriums verfassungswidrig ist." Etwa zweieinhalb Stunden, nachdem Obamas Entscheidung bekanntgeworden war, schrieb Wikileaks: "Assanges Anwalt Melinda Taylor zum Assange-Manning-Auslieferungsdeal: 'Er steht zu allem, was er gesagt hat'."

Obama hatte am Mittwoch auf seiner letzten Pressekonferenz als US-Präsident gesagt, dass Assanges Ankündigung seine Entscheidung zu Manning nicht beeinflusst habe. Die Whistleblowerin werde entlassen, weil nach einer Haft von sieben Jahren der Gerichtigkeit genüge getan worden sei.

Bislang steht immer noch nicht fest, ob Assange überhaupt in den USA angeklagt wurde. Seine Rechtsberater vermuten aber, dass ein geheimgehaltenes Verfahren eingeleitet wurde, um Assange im Unklaren zu lassen und eine Flucht zu verhindern.

Nachtrag vom 20. Januar 2017, 13:00 Uhr

Assange äußerte sich am Donnerstag erstmals persönlich zu dem Fall. In einer Audiokonferenz (ab Min. 8:50) antwortete er auf die Frage, ob er weiterhin zu einer Auslieferung in die USA bereit wäre: "Es hat sich nichts an meiner Position geändert. Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe." Er freue sich auf ein Gespräch mit dem US-Justizministerium über den künftigen Weg. "Sie sollten sofort das Verfahren beenden oder veröffentlichen, ob überhaupt eine Anklage vorliegt", forderte Assange. Mit ihrer Geheimhaltung verhinderten die US-Behörden, dass Wikileaks-Anwälte in der Sache tätig werden könnten. Er habe sich "immer dazu bereiterklärt, in die USA zu gehen, solange meine Rechte beachtet werden." Über die Begnadigung Mannings sei Wikileaks "sehr, sehr glücklich".


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quineloe 21. Jan 2017

Ihr meint ernsthaft, an Assange wird kein exempel statuiert? Viele hohe Tiere der GOP in...

bombinho 21. Jan 2017

Die Frage ist, wenn es ein russisches Wikileaks gaebe, kannst Du kyrillisch lesen? Und...

Eheran 20. Jan 2017

Wie viele Kommentare muss man denn überlesen... es gibt KEINEN Rückzug von ihm. Golem hat...

Ach 20. Jan 2017

Wikileaks hat ja nicht gelogen und nichts erfunden, also werden die Verdienste der...

teenriot* 20. Jan 2017

Am Ende der Opferitis steht der Messiah-Status. Aber dafür muss man tatsächlich über die...



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