Rückschritt bei der Digitalisierung: Digitalchaos bei Autozulassungen
Der holprige Start der digitalen Kfz-Zulassung verärgert Kommunen. Kritik gibt es an den erhöhten Sicherheitsanforderungen und dem Umsetzungszeitraum.
Das Vorhaben, Autos endlich bequem online an- oder abzumelden, ist bisher gescheitert und hat stattdessen Frust auf allen Seiten verursacht.
Nach Informationen des Spiegels schalten die Kommunen die Onlineautozulassung reihenweise wieder ab. Demnach entzog das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zum Jahreswechsel einer mittleren zweistelligen Zahl von Behörden die Funktion der Online-Kfz-Zulassung. Aktuell sind dem KBA zufolge "über 50 Prozent der Zulassungsbehörden i-Kfz-fähig".
Die betroffenen Landesbehörden seien schon im April 2023 über notwendige Anpassungen informiert worden, sagte ein KBA-Sprecher.
Die Automobilwoche hatte Mitte Dezember berichtet, das KBA werde voraussichtlich fast 70 Prozent aller Zulassungsstellen die Möglichkeit sperren, Kfz online zuzulassen. Als Grund werden Sicherheitsmängel angeführt. Damit wird ein Kernstück der Verwaltungsdigitalisierung in weiten Teilen wieder gestoppt.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, sieht die Verantwortung für das Digitalchaos beim Bund: Die Fristen, die das Verkehrsministerium für die Einführung gesetzt habe, seien "völlig unrealistisch, vor allem bei den zusätzlichen Sicherheitsanforderungen", sagte er dem Spiegel.
Für Autohändler und Zulassungsdienstleister bedeutet dies, dass sie Zulassungen und Umschreibungen vorübergehend wieder in Papierform auf den Ämtern vornehmen müssen, sofern ihre Zulassungsstelle vom i-KFZ-Verfahren ausgeschlossen wurde.
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Das ist bezogen auf die aktuelle Situation richtig. Aber ob man das so beibehalten muss...
Das betrifft vielleicht die Anfänger in Norddeutschland oder den neuen Bundesländern...
Auch wenn "Dafür werden es die Grünen fürchte ich leider sorgen." irgendwie kein...
Ungewöhnlich wäre, wenn es funktioniert hätte und ein Vorhaben so umgesetzt wird wie es...
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