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Rückblicke von Serien: Amazon scheitert mit weiterer KI-Funktion in Prime Video

Erst hat Amazon stillschweigend KI-Tonspuren aus Prime Video entfernt, nun erwischt es die KI-Rückblicke: Zu viel war schlicht falsch.
/ Ingo Pakalski
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Mit KI-Rückblicken in Prime Video ist Amazon gescheitert. (Bild: Pexels)
Mit KI-Rückblicken in Prime Video ist Amazon gescheitert. Bild: Pexels

Amazon setzt für neue Prime-Video-Funktionen seit einiger Zeit verstärkt auf KI-Funktionen und musste nun bereits die zweite KI-Funktion aufgrund von erheblichen Qualitätsmängeln wieder aus dem Angebot entfernen: Die vor weniger als einem Monat gestarteten KI-Rückblicke für Serien sind in Prime Video nicht mehr verfügbar, berichtet Gamesradar.com(öffnet im neuen Fenster) und unter anderem The Verge(öffnet im neuen Fenster) und Forbes(öffnet im neuen Fenster) bestätigen dies.

Nach derzeitigem Kenntnisstand reagierte Amazon auf Beschwerden von Abonnenten, die eklatante inhaltliche Fehler in den KI-Rückblicken der ersten Staffel der Amazon-Serie Fallout kritisiert hatten. So wurde die Handlungszeit der ersten Staffel falsch benannt und die Handlungszusammenfassung rund um Lucy MacLean enthielt inhaltliche Falschangaben.

Alles deutet darauf hin, dass Amazon die KI-Rückblicke veröffentlichte, ohne dass es zuvor interne Qualitätsprüfungen gegeben hat. Auch für viele andere Amazon-Serien wurden die KI-Zusammenfassungen gestrichen. Nachfragen etlicher US-Medien dazu ließ Amazon unbeantwortet.

Amazon scheiterte mit KI-Tonspuren in Prime Video

Die KI-Rückblicke gab es bisher nur in den USA und das Unternehmen wollte Erfahrungen damit sammeln. Derzeit ist unklar, ob Amazon die KI-Rückblicke nur vorübergehend entfernt hat oder das Experiment einstellt, weil die Ergebnisse nicht überzeugend waren.

Anfang Dezember 2025 löschte Amazon einen Großteil seiner KI-generierten Anime-Synchronfassungen von Prime Video wieder. Auch hier reagierte Amazon erst auf Beschwerden von Zuschauern und Abonnenten , die die Qualität der Tonspuren bemängelten.

Die KI-Tonspuren wurden als monoton empfunden. Die Emotionalität der Figuren wurde von Zuschauern in den Synchronfassungen vermisst und die Betonung des Gesprochenen stimmte oft nicht. Damit sei den entsprechenden Szenen ihre Wirkung beraubt worden, bemängelten Kunden. Einige Dialoge wirkten zudem so, als seien sie unabhängig vom Rhythmus der Animation generiert worden.

Die KI-Synchrontonspuren wurden teilweise auch in Deutschland angeboten, manche gibt es weiterhin nur in den USA. Es ist unklar, welche Konsequenzen Amazon aus diesem Rückschlag zieht, weil das Unternehmen auch Rückfragen dazu unbeantwortet ließ.


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