Rückblick auf Kinostart vor 22 Jahren: Als wir das erste Mal die Matrix betraten

Der neue Film The Matrix Resurrections startet am 23. Dezember. Grund genug, sich den ersten Film und seine bahnbrechende Technik noch einmal genau anzusehen.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Am 23. Dezember sehen wir sie wieder: Trinity (Carrie-Anne Moss) und Neo (Keanu Reeves) in einer Szene von The Matrix Resurrections
Am 23. Dezember sehen wir sie wieder: Trinity (Carrie-Anne Moss) und Neo (Keanu Reeves) in einer Szene von The Matrix Resurrections (Bild: Warner Bros. Entertainment Inc. and Village Roadshow Films (BVI) Limited - All Other Territories)

Die Idee zum Film Matrix trugen die Wachowskis schon lange mit sich herum. Tatsächlich hatten sie schon über Jahre an dem Drehbuch gefeilt, während sie sich anschickten, ihren eleganten Thriller Bound zu inszenieren. Inspiration zogen die beiden aus den Comics, die sie über Jahrzehnte gelesen hatten, aber auch aus den großen Mythologien der Welt.

Inhalt:
  1. Rückblick auf Kinostart vor 22 Jahren: Als wir das erste Mal die Matrix betraten
  2. Die Erfindung der Bullet Time
  3. Matrix spielte eine halbe Milliarde ein

Ob sie mit Philip K. Dicks Theorie vertraut waren, die er 1977 formuliert hatte? Dass wir alle längst in einer künstlichen Welt leben? Vielleicht.

Der Dicksche Gedankenansatz ist auf jeden Fall faszinierend und die Keimzelle der Matrix. Ein Gedankenkonstrukt, das seiner Größe wegen unglaublich faszinierend ist.

Kämpfe, wie das westliche Kino sie nicht kannte

Die Wachowskis sind Filmfans durch und durch und kennen mehr als nur US-amerikanisches Kino. Beide sind auch mit dem asiatischen Kino vertraut und hier insbesondere mit den in Eastern häufig gesehenen Kämpfen, die weit über das hinausgehen, was menschenmöglich ist. Die Intensität dieser Kämpfe wollten sie auch in Matrix haben, aber unterstützt von bahnbrechender Kameratechnik, die den Zuschauern etwas gänzlich Neues offerieren sollte.

Stellenmarkt
  1. IT-Projektmanager »Digitalisierung & IT-Strategie« (m/w/d)
    rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln
  2. (Senior) Consultant / Manager Handelsregulatorik (m/w/d)
    targens GmbH, Frankfurt, München, Stuttgart
Detailsuche

Das Ziel der Wachowskis war es, die Kampf- und Stunt-Sensibilität des Hongkong-Kinos mit westlicher Erzählweise zu kombinieren. Die Idee im Film ist die, dass Figuren in der Matrix jedwede Information sofort geladen bekommen können, sie also auch von einem Moment auf den anderen Meister im Kung-Fu sind.

Nicht umsonst wird eine von Bruce Lees berühmtesten Gesten von Neo benutzt - das Heranwinken des Gegners mit der lässigen Bewegung nur einer Hand. Für die Umsetzung der Kämpfe holten die Wachowskis Yuen Woo-ping, einen der angesehensten Stunt-Spezialisten in Hongkong.

Der Unterschied der amerikanischen zur chinesischen Herangehensweise bei der Action ist leicht beschrieben. Produzent Barrie Osborne sagte dazu: "Bei amerikanischen Filmen benutzt man Rampen oder Pneumatik, um eine Person mit einer gewissen Geschwindigkeit durch die Luft zu schleudern." Bei Wire-Stunts sehe das anders aus. "Man arbeitet mit Kabeln, was weit mehr Kontrolle erlaubt und sehr stilisiert wirkt." Es sei beinahe, als würde man Marionetten dirigieren, aber mit echten Menschen. "Das bedarf einigen Könnens und sehr viel Finesse."

Matrix - The Complete Trilogy [Blu-ray]

Woo-ping war bereit, für den Film tätig zu werden, hatte aber eine Bedingung: Die Schauspieler mussten sich einem intensiven Kung-Fu-Training unterziehen, ohne das diese Form von Wire-Work nur schwer möglich gewesen wäre.

Die Schwierigkeit für die Schauspieler war, sich an die Drähte zu gewöhnen, die Balance zu finden, wenn sie in die Luft gezogen wurden, und zu landen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Dann mussten sie lernen, im Kung-Fu-Stil zu kämpfen, während sie an den Drähten hingen.

Vier Monate Kung-Fu-Training

Für die Schauspieler bedeutete das eine besondere Hingabe. Schon vor den Dreharbeiten mussten sie vier Monate trainieren und sich in Kung-Fu üben. Vielleicht auch deswegen lehnte die erste Wahl des Studios die Hauptrolle ab: Will Smith.

Den Wachowskis war Keanu Reeves aber ohnehin lieber, da dieser sich mit unglaublichem Engagement in das Projekt einbrachte. Mit Laurence Fishburne als Morpheus und Carrie-Anne Moss als Trinity war das Dreigestirn des Films perfekt.

Für die Schurkenrolle holte man Hugo Weaving, der mit seiner ganz besonderen Art, wie er Agent Smith sprechen ließ, außergewöhnlich gute Arbeit leistete. Für alle Beteiligten war Matrix die nächste Zündstufe ihrer Karriere. Auch ein Keanu Reeves profitierte immens davon. Davor war er ein Star, danach ein Superstar.

Das Ensemble trainierte drei Monate lang mit Woo-ping in Los Angeles, bevor die Dreharbeiten im australischen Sydney begannen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Die Erfindung der Bullet Time 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


schnedan 21. Dez 2021 / Themenstart

Ich erinnere mich an die Werbung im Kino... Warner Logo in Grün oder so... man hat aber...

Ford Prefect 2 21. Dez 2021 / Themenstart

Der Leak von Episode I hat uns damals auf einer VHS-Kassette erreicht. Die Qualität war...

unbuntu 21. Dez 2021 / Themenstart

Haben sie doch mindestens einmal gemacht, wird sogar im Film erklärt.

flyingjoker 21. Dez 2021 / Themenstart

Als ich damals den Film im Kino gesehen habe, hatte ich zum ersten mal das Gefühl in eine...

john4344 21. Dez 2021 / Themenstart

warum die Menschen denn als Batterien dienen sollen, was wissenschaftlich null Sinn...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Alle Teams-Nutzer können nun miteinander schreiben

Private Teams-Nutzer und Mitglieder von Organisationen konnten bisher nicht über Teams kommunizieren. Das ändert Microsoft nun.

Microsoft: Alle Teams-Nutzer können nun miteinander schreiben
Artikel
  1. Windschlüpfriges Elektroauto: Lightyear One fährt bei Kälte und 130 km/h noch 400 km weit
    Windschlüpfriges Elektroauto
    Lightyear One fährt bei Kälte und 130 km/h noch 400 km weit

    Das Elektroauto Lightyear One ist bei 10 Grad Celsius und 130 km/h getestet worden. Trotz des kleinen Akkus liegt die Reichweite bei 400 km.

  2. EU-Kommission: Von der Leyens intransparenter Umgang mit SMS
    EU-Kommission
    Von der Leyens intransparenter Umgang mit SMS

    Per SMS soll von der Leyen einen Milliardendeal mit Pfizer ausgehandelt haben. Doch die SMS will sie nicht herausgeben - obwohl sie müsste.

  3. Kryptowährung: Millionen US-Dollar über Lücke auf Kryptoplattform gestohlen
    Kryptowährung
    Millionen US-Dollar über Lücke auf Kryptoplattform gestohlen

    Hacker haben eine Sicherheitslücke auf der Finanzplattform Qubit ausgenutzt. Das Unternehmen bittet um Rückgabe der Kryptocoins gegen eine Belohnung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (u.a. HP Omen 25i 165 Hz 184,90€) • MindStar (u.a. Patriot Viper VPN100 1 TB 99€) • HyperX Streamer Starter Set 67€ • WD BLACK P10 Game Drive 5 TB 111€ • Trust GXT 38 35,99€ • RTX 3080 12GB 1.499€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen [Werbung]
    •  /