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Rückblick 2025: Chinas große Aufholjagd im Weltraum

Rekordstarts, Megakonstellationen und neue Missionen: Was China auf dem Weg zur führenden Weltraumnation 2025 erreicht hat.
/ Patrick Klapetz
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Eine Trägerrakete vom Typ Long March-2F mit dem Raumschiff Shenzhou-21 und einer dreiköpfigen Astronautencrew startet am 31. Oktober 2025 vom Satellitenstartzentrum Jiuquan in der Wüste Gobi. (Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images)
Eine Trägerrakete vom Typ Long March-2F mit dem Raumschiff Shenzhou-21 und einer dreiköpfigen Astronautencrew startet am 31. Oktober 2025 vom Satellitenstartzentrum Jiuquan in der Wüste Gobi. Bild: HECTOR RETAMAL/AFP via Getty Images

China möchte zu einer der führenden Weltraumnationen aufsteigen. Entsprechend sind die chinesischen Bemühungen in der Raumfahrtindustrie hoch, und für das Jahr 2025 wurden einige Fortschritte für dieses Ziel erreicht.

So konnte das Land beispielsweise mit knapp 90 Orbitalraketenstarts(öffnet im neuen Fenster) seinen Rekord aus dem Jahr 2024, das eine Startkadenz von 68 Raketenstarts hatte, brechen. Damit liegt China auf dem zweiten Platz, die USA haben allerdings einen enormen Vorsprung von über 190 Orbitalraketenstarts.

Raketenstarttechnologien aus China

Bisher mussten zwei der kommerziellen chinesischen Raketenstarts als Fehlversuch verbucht werden – wohingegen die Langer-Marsch-Raketenserie seit 2020 weiterhin eine fehlerfreie Laufzeit vorweisen kann. Nur bei der Wiederverwendbarkeit und der Landung ihrer Booster konnte China im Jahr 2025 noch keine Erfolge einfahren.

Das kommerzielle Unternehmen Landspace schickte seine erste Zhuque-3-Rakete zwar erfolgreich in den Orbit, doch der Landeversuch der ersten Stufe war ein Fehlschlag. Auch der Landeversuch des Boosters der staatlichen und neuen wiederverwendbaren Rakete Langer Marsch 12A scheiterte.

Entsprechend bleibt das Land technologisch gesehen weiterhin hinter den Fähigkeiten in den USA zurück. SpaceX verbuchte seine erste erfolgreiche Landung mit einer Falcon 9 am 22. Dezember 2015. Im November 2025 gelang dies auch dem US-Unternehmen Blue Origin erstmals.

Chinas Aufstieg: Megakonstellationen und Satellitentechnologien

Dafür wurden die Megakonstellationen mit dem Label Made in China für 2025 weiter ausgebaut. Allein für das Guowang-Projekt (Nationales Netz) gab es in diesem Jahr 15 Raketenstarts in die niedrige Erdumlaufbahn – was 2026 voraussichtlich übertroffen werden soll. Hinzu kommt noch das chinesische Internetsatellitennetz Qianfan (Tausend Segel), das auf eine Anzahl von 108 Satelliten(öffnet im neuen Fenster) in diesem Jahr angewachsen ist.

Hinzu kamen Technologiedemonstrationen wie der Annäherungsversuch der beiden Satelliten Shijian-21 und Shijian-25 im Weltraum, bei dem sie wohl ein Tankmanöver durchführten. Außerdem probierte man mit dem Shiyan-28B-01-Satelliten ein Dogleg-Manöver aus, bei dem die Flugrichtung während des Aufstiegs geändert wird.

Den Mond und den tiefen Weltraum im Visier

Im Mai 2025 startete dann die erste große Asteroidenmission des Landes. Tianwen-2 soll Gesteinsproben einsammeln und zur Erde bringen. Sie befindet sich derzeit auf dem Weg zum Asteroiden Kamo'oalewa, den die Raumsonde im Juli 2026 erreichen soll. Nach der Tianwen-1-Mission zum Mars ist dies die zweite chinesische Mission, die tief in den Weltraum vordringt.

Ferner bereitet sich China auf die erste astronautische Mondmission des Landes vor. Diese soll erst gegen Ende des Jahrzehnts erfolgen, die ersten technologischen Erfolge wurden aber bereits 2025 erreicht: etwa die Erprobung einer verkürzten Stufe der neuen Mondrakete, ein Start- und Landetest unter simulierten Mondbedingungen für die Lanyue-Landefähre sowie ein Abbruchtest der Rampe für das bemannte Raumschiff.

Anpassungsfähigkeit im Notfall

Es kam aber auch zu einem Notfall an Bord der Tiangong-Raumstation. Die Raumkapsel Shenzhou-20 wurde wohl von einem Stück Weltraumschrott getroffen und erlitt einen Riss auf der Außenseite des Sichtfensters. Die Shenzhou-20-Astronauten mussten einige Tage länger auf der Raumstation verweilen, bis ein Notfallplan eingeleitet wurde und die Mannschaft mit dem Raumschiff der Shenzhou-21-Besatzung zur Erde zurückkehren konnte.

Währenddessen untersuchten die Shenzhou-21-Astronauten den Vorfall und gingen – zunächst ohne Rückkehrmöglichkeit – ihrer üblichen Arbeit nach. Nach einigen Tagen wurde das Shenzhou-22-Raumschiff ohne Besatzung zur Tiangong-Station geschickt. China stellte damit seine Fähigkeiten im All unter Beweis.


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