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Wachsamkeit, auch wenn derzeit keine Gefahr droht

Keines der neu entdeckten Neos stelle jedoch eine Bedrohung für die Erde dar, so die Aussage. Dennoch: Während viele größere Objekte bereits identifiziert wurden, bleibt ein erheblicher Teil der kleineren – aber immer noch potenziell gefährlichen – Asteroiden unentdeckt. Die astronomische Fachwelt hofft, dass mit Rubin, sobald das Teleskop voll funktionsfähig ist, die Anzahl der bekannten größeren Neos durch kontinuierliche Überwachung von 40 auf bis zu 70 Prozent erhöht werden kann.

"Selbst mit nur frühen Daten in technischer Qualität entdeckte Rubin 11.000 Asteroiden und maß präzisere Umlaufbahnen für Zehntausende mehr", sagte Ari Heinze, der beim Aufbau der Software half.

380 transneptunische Objekte

Überdies sichtete das Teleskop weiter entfernte und weniger verbreitete Populationen, darunter etwa 380 transneptunische Objekte (TNO). Das sind eisige Körper, die über die Neptunumlaufbahn hinaus kreisen.

Um sie zu finden, wurden von der Forschungsgruppe fortschrittlichere Berechnungsmethoden entwickelt. Dabei geht es um die Durchsuchung von massiven Datensätzen, indem der Algorithmus Millionen von schwachen Lichtquellen scannt und Milliarden von möglichen Bewegungspfaden testet. Dadurch werden die langsamen, subtilen Bewegungen dieser fernen Welten lokalisiert.

"Objekte wie diese bieten einen faszinierenden Einblick in die äußersten Bereiche des Sonnensystems – sie verraten uns nicht nur, wie sich die Planeten in der Frühzeit des Sonnensystems bewegten, sondern geben auch Aufschluss darüber, ob es da draußen vielleicht noch einen bislang unentdeckten neunten großen Planeten gibt", teilt Kevin Napier vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics mit. Er half dabei, den Algorithmus für das Rubin-Observatorium zu entwickeln. Dadurch zeichnet sich den Wissenschaftlern ein vollständigeres Bild der Struktur und Geschichte des Sonnensystems ab.


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