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Ruanda: Drohnen werfen Blut ab

Kein Horrorfilm-Szenario, sondern Alltag in Ruanda: Drohnen der Firma Zipline werden für die Lieferung von Blut und Blutprodukten genutzt, weil schlechte Straßen den Transport verzögern.
/ Andreas Donath
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Zipline-Drohne (Bild: Zipline)
Zipline-Drohne Bild: Zipline

Die Regierung Ruandas bezahle Zipline für die Lieferungen, die Krankenhäuser auf dem Landweg nur sehr langsam erreichten, berichtet die BBC(öffnet im neuen Fenster) . Die Lieferung soll nach Angaben von Zipline-Firmenchef Keller Rinaudo nicht teurer sein als die bisherigen Lieferdienste mit dem Motorrad.

Zipline soll dem Bericht zufolge zwischen 50 und 150 Lieferungen pro Tag an 21 Kliniken durchführen können. Die Wohltätigkeitsorganisation von UPS investierte 1,1 Millionen US-Dollar in das Projekt und beförderte Ziplines gesamte Ausrüstung nach Ruanda. Das Logistikunternehmen will prüfen, ob diese Art der Lieferung auf andere Medizinprodukte ausgeweitet und in weiteren Ländern angeboten werden könnte.

Die Drohnen sind Starrflügler mit zwei Motoren, die von einem Katapult aus energiesparend gestartet werden. Die Flugzeuge orientieren sich per GPS und fliegen unterhalb von 500 Fuß (circa 150 m), um dem Luftverkehr nicht in die Quere zu kommen. Die Reichweite liegt bei 150 km. Derzeit sind laut BBC 15 Flugzeuge im Einsatz. Sie können auch noch bei Windgeschwindigkeiten von rund 30 km/h und leichtem Regen fliegen.


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