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Audi A7 mit Technik zum assistierten Fahren
Audi A7 mit Technik zum assistierten Fahren (Bild: Audi)

RRADS: So werden Fahrer an autonome Autos der Zukunft herangeführt

Audi A7 mit Technik zum assistierten Fahren
Audi A7 mit Technik zum assistierten Fahren (Bild: Audi)

Wer setzt sich freiwillig als erster Passagier in ein autonom fahrendes Auto, das sich durch den dichten Verkehr einer Großstadt mit Fußgängern, Radfahrern und normalen Autos kämpfen muss? Wie fühlt man sich dabei? Um schon jetzt das Verhalten dieser Passagiere zu erforschen, bedarf es eines Tricks.

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Es ist nicht für jeden eine angenehme Vorstellung, sich in ein Fahrzeug ohne Fahrer zu setzen, das sich selbstständig durch den Verkehr schlängelt. Dennoch arbeiten viele Autohersteller an Systemen, die zumindest zeitweilig das Steuer übernehmen sollen - auch wenn der Passagier durch einen einfachen Eingriff wieder zum Fahrer wird und die Kontrolle über das Fahrzeug erlangen kann. Irgendwann sollen wirklich autonom fahrende Autos kommen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Audis Marketingabteilung spricht bei den jetzigen Ansätzen von einem "pilotierten Fahren".

Schon jetzt interessieren Forscher und Autohersteller aber die Reaktionen der Benutzer solcher Autos. Doch wie soll das geschehen? Einfache Simulationen haben den Nachteil, dass die Teilnehmer die Technik nicht ernst nehmen, weil keine reale Gefahr besteht. Würde man aber ein Testfahrzeug mit aktueller Technik verwenden, könnte die Gefahr für die Testpersonen zu hoch sein oder der derzeitige Stand der Technik nicht ausreichen.

Neue Technik ohne Lügen testen

Am Stanford Center for Design Research haben sich einem Bericht von IEEE Spectrum zufolge mehrere Forscher eine Lösung überlegt, die einen dritten Weg beschreitet. Sie nennen das Verfahren Real Road Autonomous Driving Simulation (RRADS). Dabei wird ein Trick angewendet: Die Teilnehmer des Versuchs sollen glauben, dass sie in einem autonomen Fahrzeug sitzen, was aber nicht der Fall ist. Angelogen werden die Testpersonen aber zu keinem Zeitpunkt.

Das Testfahrzeug basiert auf einem normalen Auto, bei dem aber Fahrer- und Passagierbereich getrennt sind. Einer der Forscher übernimmt ganz normal das Steuer und fährt die Testpersonen durch die Gegend. Diese können den Fahrer aber nicht sehen. Vorher wird ihnen im Rahmen der Testteilnahme ein Papier vorgelegt, in dem sogar steht, dass zu jeder Zeit ein menschlicher Fahrer das Auto steuert - doch die meisten lesen das Kleingedruckte nicht. Bei der Fahrt nehmen sie schlichtweg durch ihre Beobachtung an, dass sie in einem autonom fahrenden Auto sitzen.

Zauberer von Oz

Im Versuch bemerkten viele Testpersonen tatsächlich nicht, was sie da unterschrieben haben und nahmen an, dass das Auto selbstständig fährt. Bei dieser Testgruppe können die Forscher sehen, wie sich die Passagiere eines vollkommen automatisiert fahrenden Autos verhalten würden. Im Test ließen sich von 35 Teilnehmern so 8 Personen überzeugen, in einem autonomen Fahrzeug zu sitzen.

Das Prinzip wird Wizard-of-Oz-Experiment genannt - und wird angewandt, um Reaktionen von Benutzern eines Systems zu erkennen, das gerade erst entwickelt wird.


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ichbinsmalwieder 31. Aug 2015

Was habt ihr für Autos? Wenn ich in meinem Audi (und auch dem meiner Frau) den Tempomat...

onfiren 13. Aug 2015

Also ich melde mich auch freiweillig und so wie du es beschrieben hast lkann ich dem voll...

Dhakra 12. Aug 2015

Punkt 1 kann ich dir grob zustimmen, aber Punkt 2 kann ich nicht nachvollziehen. Was...

hansblafoo 11. Aug 2015

Das Konzept ist bei Automobil-OEMs schon lange bekannt, wenn auch technisch etwas anders...

Anonymer Nutzer 11. Aug 2015

Ich glaube, das ist eher ein psychologischer Faktor. So richtig Zeit verlierst du damit...



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