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RR-Project: Skylake-CPU-Bug macht Debugger Probleme

Der Entwickler Robert O'Callahan beschreibt an einem aktuellen Beispiel die Probleme mit CPU-Bugs. Im konkreten Fall verursacht ein Skylake-Bug möglicherweise Fehler mit dem Debugger des RR-Project, doch Dokumentation und Abhilfe gibt es kaum.

Artikel veröffentlicht am ,
Wafer mit Skylake-Chips
Wafer mit Skylake-Chips (Bild: Intel)

Im vergangenem Jahr hat ein CPU-Bug in Kaby Lake und Skylake (X) für derart gravierende Probleme gesorgt, dass das Debian-Team diesen als "Albtraum" bezeichnet hat. Dieser Fehler zeigte exemplarisch, wie sehr Nutzer aber auch Entwickler in solchen Fällen auf sich allein gestellt sind. Dass diese Erkenntnis keineswegs ein Einzelfall, sondern oft bittere Realität ist, zeigt nun auch ein Blog-Eintrag des Entwicklers Robert O'Callahan zu dem von ihm erstellten Debugger des RR-Project.

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Ziel von RR (Record and Replay, aufnehmen und wieder abspielen) ist es, dass das nichtdeterministische Ausführen eines Programms aufgezeichnet wird und beim anschließenden Abspielen die immer wieder gleichen Prozesse, Register- und Speicherinhalte zum Beheben der Fehler benutzt werden.

O'Callahan berichtet nun von einem Fehler in RR, der "wahrscheinlich" in dem Intel Erratum für Skylake und Kaby Lake auftaucht, also in der offiziellen Fehlerdokumentation der CPUs von Intel. Eigenen Aussagen zufolge ist O'Callahan bereits von rund zwei Jahren unter anderen Umständen auf diesen CPU-Bug gestoßen.

Unbefriedigende Dokumentation von Intel

Schon damals hat O'Callahan den Fehler als eher "vage dokumentiert" bezeichnet. Und auch im konkreten Fall beschreibt der Entwickler die Unzulänglichkeiten der Fehlerdokumentation. Denn der aktuelle Fehler in RR tritt nur dann auf, wenn Watchpoints gesetzt worden sind, doch diese erwähnt die Dokumentation von Intel nicht.

O'Callahan fasst die Fehlerdiagnose für RR-Nutzer so zusammen: "Wenn ihr feststellt, dass RR während der Wiedergabe mit gesetzten Watchpoints abbricht und die Fehler verschwinden, wenn ihr die Watchpoints entfernt, könnte es sich um diesen Bug handeln."

Glücklicherweise trete der Fehler in RR nicht besonders häufig auf. O'Callahan kenne zurzeit keine Möglichkeit das Auftreten des Fehlers zu umgehen. Zurzeit komme lediglich eine bestimmte Option des Linux-Kernels in Betracht, die deaktiviert werden könnte, sodass der Fehler mit RR nicht mehr auftrete. Nutzer könnten die Option zurzeit allerdings nicht über die Kommandozeile des Kernels zwangsweise deaktivieren. Hilfe zur Selbsthilfe ist für betroffene Nutzer also eher schwierig.

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Hotohori 29. Mai 2018

Und woran liegt das nun, dass dieser wenig benennen kann? Eben an Intels schlechter...


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