RPCS3: Macher von PS3-Emulator genervt von KI-Codeflut auf Github
Das Team hinter dem bekannten Playstation-3-Emulator RPCS3 wehrt sich gegen eine wachsende Flut KI-generierter Codebeiträge auf Github. In einem viel diskutierten Beitrag auf der Plattform X(öffnet im neuen Fenster) (via Kotaku(öffnet im neuen Fenster)) bitten die Entwickler Nutzer darum, keine "AI slop code pull requests" mehr einzureichen. Wer weiterhin KI-generierten Code ohne Kennzeichnung einreiche, müsse künftig mit Sperren rechnen.
Konkret geht es um sogenannte Pull Requests, also Änderungsvorschläge für den Quellcode eines Projekts. Laut RPCS3 landen dort zunehmend Beiträge, die offenbar komplett von KI-Systemen erzeugt wurden, deren Einreicher aber weder den generierten Code noch dessen Auswirkungen wirklich verstehen.
Das Team formuliert ungewöhnlich deutlich, man solle lieber erst lernen "zu debuggen und zu programmieren", statt unverständlichen KI-Code einzureichen.
RPCS3 gilt als eines der technisch anspruchsvollsten Emulator-Projekte überhaupt. Die freie Software emuliert die komplexe Architektur der Playstation 3 auf dem PC und wird seit Jahren von einer Community freiwilliger Entwickler gepflegt.
Änderungen am Code müssen deshalb meist sehr genau geprüft werden, weil kleine Fehler schnell zu Instabilitäten, Performance-Problemen oder fehlerhafter Spiele-Emulation führen können.
Kritik an Vibe Coding
Das Problem betrifft allerdings längst nicht mehr nur RPCS3. Bereits Anfang des Jahres berichteten Entwickler der Open-Source-Engine Godot, dass ihre Github-Seiten zunehmend mit KI-generierten Pull Requests überflutet würden.
Projektverantwortliche beschrieben die Situation damals als "entmutigend". Teilweise würden Nutzer sogar Änderungen einreichen, die überhaupt "keinen Sinn ergeben".

Parallel dazu wachsen die Diskussionen über Vibe Coder – also Nutzer, die sich Software weitgehend von KI-Systemen generieren lassen, ohne den entstehenden Code selbst vollständig nachvollziehen zu können.
Mehrere aktuelle Forschungsarbeiten(öffnet im neuen Fenster) kommen zu dem Ergebnis, dass KI-generierte Pull Requests häufig an fehlerhaften Tests, ungeeigneten Änderungen oder mangelnder Wartbarkeit scheitern.
Gerade bei komplexen Open-Source-Projekten führt das zu zusätzlichem Aufwand: Freiwillige Entwickler müssen die oft sehr umfangreichen KI-Vorschläge prüfen, korrigieren oder komplett ablehnen.
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