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Rozy: Virtuelles Model wird für immer wie 22 aussehen

Mittels KI und 3D-Animation wurde Rozy erschaffen. Sie soll einer möglichst großen Zielgruppe gefallen und Werbung machen.
/ Oliver Nickel
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Es gibt viele Bilder von Rozy auf Instagram. (Bild: Sidus Studio X/Rozy.gram)
Es gibt viele Bilder von Rozy auf Instagram. Bild: Sidus Studio X/Rozy.gram

Rozy pustet die Kerzen auf ihrem Kuchen aus. 22 Jahre wird die Koreanerin, die auf dem Social-Media-Netzwerk Instagram fast 60.000 Follower(öffnet im neuen Fenster) hat. Sie ist 1,71 Meter groß, schlank und liebt Sportarten wie Surfen, Skateboarding und Jogging. Die meisten Menschen im Alter von 19 bis 40 Jahren würden sie zudem wohl als attraktiv bezeichnen. Das ist zumindest das Ziel des Unternehmens Sidus Studio X, das Rozy schon in südkoreanischen Werbefilmen, auf Fotos und Bildern abgelichtet hat.

Rozy ist eben kein echter Mensch, sie ist ein computergeneriertes Model – erstellt, um der Zielgruppe der Millenials und Generation Z zu gefallen. Das scheint erfolgreich zu funktionieren. "Sie hat bereits mehr als 100 Sponsorenaufträge bekommen, war aber noch nicht in der Lage, sie alle zu verarbeiten", sagt Studio-X-CEO Baek Seung Yeop (via allkpop)(öffnet im neuen Fenster). Zu den Werbekunden zählt etwa auch das amerikanische Autolabel Chevrolet.

Das für immer 22-jährige Model wurde mit Hilfe einer echten Schauspielerin erstellt und ist im Grunde genommen erst etwas mehr als ein Jahr alt. Ihr Account wurde im August 2020 aktiv. Sie gilt als erste virtuelle Influencerin in Südkorea. "Wir haben unser Profitziel schon erreicht und ich denke, Rozy wird zum Ende des Jahres noch mehr als 1 Milliarde KRW (rund 723.000 Euro) einnehmen können", sagt Baek Seung Yeop.

Ein Model aus 800 Referenzen

Studio X hat für ihr Aussehen laut dem Magazin Nextshark(öffnet im neuen Fenster) insgesamt knapp 800 Gesichtsausdrücke und Bewegungsmuster einer Schauspielerin aufgenommen. Mit diesen Daten wurden zunächst Fotos auf Instagram und anderen Kanälen gepostet. Meist trägt sie auf Motiven Kleidung, Make-up und andere Produkte aus Sponsoring-Deals und bewirbt diese aktiv in sozialen Netzen. Die Fotos erschienen vielen Followern als täuschend echt: Drei Monate habe es wohl gebraucht, um Rozy als virtuelle Person zu identifizieren.

Später veröffentlichte das koreanische Versicherungsunternehmen Shinhan Life Insurance einen Werbespot mit Rozy. Dort ist ein dreidimensionales animiertes Modell von ihr zu sehen, das vor diversen Hintergründen tanzt. Menschen können das 3D-Rendering klar als Fake erkennen. Es ist aber eher eine Frage der Zeit, bis das nicht mehr so einfach ist.

Der Vorteil von virtuellen Models wie Rozy ist laut Studio X nämlich: Sie wird ewig 22 Jahre alt erscheinen, kann zu jedem Zeitpunkt für Werbeaufträge genutzt und vor beliebigen Szenen gerendert werden.

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Virtuelle Models und Avatare sind gerade im koreanischen und japanischen Raum bekannt. Adam und Sua(öffnet im neuen Fenster) sind etwa virtuelle Figuren, die singen, tanzen und Werbung machen können. Das japanische Instagram-Model Imma(öffnet im neuen Fenster) wird durch eine Schauspielerin verkörpert, auf die ein 3D-gerendertes Gesicht gesetzt wird.


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