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Royole Flexpai im Hands on: Display top, Software flop

Das Flexpai ist weltweit das erste Smartphone mit faltbarem Display auf dem Markt. Uns gefällt das Gerät von Royole im Hands on eigentlich gut, ganz fertig ist es aber noch nicht.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Das faltbare Flexpai von Royole
Das faltbare Flexpai von Royole (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nicht Samsung hat Ende 2018 das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display auf den Markt gebracht, sondern das chinesische Unternehmen Royole: Der Spezialist für gebogene OLED-Bildschirme überraschte mit dem Flexpai. Bisher ist das Gerät erst in China erhältlich, bald soll aber auch ein Start in den USA und in Europa erfolgen.

Inhalt:
  1. Royole Flexpai im Hands on: Display top, Software flop
  2. Verschiedene Bildschirmmodi mit Verzögerungen
  3. Fazit

Auf der Elektronikmesse CES 2019 zeigt der Hersteller sein Smartphone. Wir haben uns das biegbare Gerät in einem ersten Test genauer angeschaut. Besonders interessiert hat uns dabei, wie Royole die empfindliche Stelle umgesetzt hat, an der das Display gebogen wird. Die Umsetzung des Faltmechanismus hat uns insgesamt gut gefallen - die Software hingegen ist noch stark verbesserungswürdig.

Dem Flexpai sieht man unmittelbar an, dass es kein herkömmliches Smartphone ist. Im zusammengeklappten Zustand ist das Gerät ziemlich dick und keilförmig: Die Stelle, an der das Display gebogen wird, ist dabei dicker als das andere Ende. Ausgeklappt ist das Gerät 7,6 mm dick - zusammengefaltet also an der dünnsten Stelle mindestens 15,2 mm, an der Faltstelle ungefähr noch einmal doppelt so dick. Entsprechend ist es ein ziemlicher Klotz in der Hosentasche. Bei einer herkömmlichen Herrenjeans ist es problemlos möglich, das Smartphone in eine der Vordertaschen zu stecken, bequem ist das aber nicht.

Beim ersten Auseinanderfalten fällt uns sofort auf, wie stark die Magneten sind, die die beiden Smartphone-Hälften im eingeklappten Zustand zusammenhalten. Das ist vorteilhaft, um ein versehentliches Auseinanderklappen der Hälften zu vermeiden. Sind die Hälften erst einmal getrennt, lässt sich das Flexpai leicht auseinanderklappen. Das Gelenk ist aber fest genug, um das Smartphone beispielsweise im Zeltmodus auf eine Oberfläche zu stellen.

  • Das Flexpai hat eine Dualkamera, die sich je nach Positionierung auch als Frontkamera verwenden lässt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Gelenk des Flexpai ist hinter einer Abdeckung verborgen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Durch das mehrgliedrige Gelenk wird verhindert, dass sich das Display verzieht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Geladen wird das Flexpai über einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Flexpai mit dem Gelenk (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengeklappt wird das Display in eine Vorderseite ...
  • ... und eine Rückseite geteilt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Bereich dazwischen soll später einmal für Benachrichtigungen genutzt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die jeweils andere Seite lässt sich auch abschalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengeklappt ist das Flexpai verhältnismäßig dick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ausgeklappt lässt sich das Flexpai wie ein kleines Tablet nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ganz plan ist das Smartphone ausgeklappt nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Flexpai lässt sich auch in Zeltform hinstellen, etwa, um auf einer Seite ein Video zu schauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ausgeklappt lässt sich das Flexpai wie ein kleines Tablet nutzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Auseinandergeklappt hat das Gerät eine Displaydiagonale von 7,8 Zoll, es lässt sich also gut als handliches Tablet verwenden. Auf dem ausgeklappten Display können wir keine Faltspuren wie Beulen oder Verzerrungen erkennen, der Bildschirm ist glatt. Dafür sorgt das mehrteilige Gelenk, das mit einer Art Gummiüberzug am Rand des Smartphones und auf der Rückseite geschützt ist. Das sieht nicht unbedingt schick aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Allerdings schafft es Royole nicht, das aufgeklappte Flexpai wirklich plan zu bekommen. Wir können das Gelenk zwar so weit beugen, dass das ausgeklappte Smartphone gerade ist; lassen wir dann aber los, um es zu nutzen, sorgt die Eigenspannung dafür, dass sich die beiden Hälften wieder ein wenig zurückbewegen. In der kurzen Nutzungszeit hat uns das interessanterweise nicht gestört, da die leichte Beugung nicht zu Verzerrungen auf dem Bildschirm geführt hat.

Verschiedene Bildschirmmodi mit Verzögerungen 
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Trollversteher 10. Jan 2019

Muss man aber alles erst mal konfigurieren, also nicht gerade der Königsweg in Sachen...

luarix 10. Jan 2019

Manchmal wäre es besser das Zeug einfach im Labor zu behalten, bis es nahezu Serienreife...

luarix 10. Jan 2019

... braucht man sowas wirklich? Ausserdem ist seine Hosentasche schon ganz schön weit, um...

Planet 10. Jan 2019

Es ist ja lieb, dass du bescheid sagst, aber ich bin gar nicht deine Mami. Mach dich...

deutscher_michel 09. Jan 2019

Schrieb er doch: Aber das Display ist nun nicht das Element was ein Handy dick macht. D...


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