Abo
  • Services:
Anzeige
Rowhammer betrifft mehr Speichertypen, als bislang gedacht.
Rowhammer betrifft mehr Speichertypen, als bislang gedacht. (Bild: Laserlicht/CC-BY-SA 3.0)

Rowhammer: Auch DDR4-Speicher für Bitflips anfällig

Rowhammer betrifft mehr Speichertypen, als bislang gedacht.
Rowhammer betrifft mehr Speichertypen, als bislang gedacht. (Bild: Laserlicht/CC-BY-SA 3.0)

Offenbar sind mehr Arbeitsspeicher-Varianten für den Rowhammer-Angriff verwundbar, als bislang gedacht. Forscher haben jetzt einen Angriff auf DDR4-Speicher vorgestellt, auch professionelle Serverspeicher sollen betroffen sein.

Mitarbeiter des Supercomputer-Herstellers Third I/O haben neue Varianten des Rowhammer-Angriffs vorgestellt, die auch DDR4-RAM sowie DDR3-RAM mit ECC-Schutz betreffen sollen. Mit dem Rowhammer-Angriff können einzelne Bits im Arbeitsspeicher manipuliert werden. Das ermöglicht dann unter Umständen weitere Angriffe, wie zum Beispiel den Ausbruch aus der Chrome-Sandbox.

Anzeige

Bei Rowhammer-Angriffen wird eine Vielzahl von Speicheroperationen auf einen bestimmten Speicherbereich ausgelöst, um einen Bitflip in einem einzelnen Speicherbereich auszulösen. Im vergangenen Jahr wurde ein erfolgreicher Angriff per Javascript vorgestellt. Die Erfolgsquote der Angriffe lässt sich steigern, wenn ein Speicherbit von zwei Seiten gleichzeitig angegriffen wird.

Auch DDR4-Module angreifbar

In dem jetzt veröffentlichten Paper schreiben Mark Lanteigne, David Schinke und George Pee jetzt, dass auch zahlreiche DDR4-Module für entsprechende Angriffe anfällig sind. Damit widersprechen die Forscher Angaben von Samsung und Micron, die ihre DDR4-Produkte für Rowhammer-frei erklärt haben, weil sie eine Technik mit dem Namen Target Row Refresh (TRR) einsetzten. Target Row Refresh identifiziert möglicherweise für Rowhammer anfällige Speicherzellen, indem Werte für einen Maximum Activate Count (MAC) und für Maximum Activate Window berechnet werden. Werden so einzelne Stellen als Victim Row designiert, wird ein Refresh-Befehl ausgeführt, um den Bitflip zu verhindern.

In ihren Tests mit zwölf verschiedenen DDR4-Modulen haben die Forscher nach eigenen Angaben die Modelle Crucial Ballistix Sport von Micron und weitere Module von Crucial und Micron erfolgreich angegriffen. In dem Papier heißt es dazu: "Auch wenn unser Sample sehr klein war, können wir definitiv sagen, dass Rowhammer-Bitflips mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf DDR4-Modulen reproduziert werden können."

Doch damit nicht genug. Die Forscher schreiben, dass es ihnen auch gelungen sei, DDR3-ECC-Speicher anzugreifen. Dieser wird vor allem in professionellen Serverumgebungen eingesetzt und galt bislang als sicher. Aktive Exploits, die Rowhammer erfolgreich angreifen, fürchtet Lanteigne im Gespräch mit Ars Technica aber weiterhin nicht.

Der Rowhammer-Angriff von Trend I/O bombardiert einzelne Speicherbereiche nicht wie bislang entweder nur mit Nullen oder Einsen, sondern mit einer Zufallssequenz aus Daten. Die Forscher wollen auch ein "Killer Data Pattern" gefunden haben, das erfolgreiche Angriffe um 50 Prozent wahrscheinlicher machen soll.


eye home zur Startseite
johnripper 20. Mär 2016

Fraglich, ob das so einfach geht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt München, München
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg
  3. Loh Services GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein
  4. adaptronic Prüftechnik GmbH, Wertheim-Reinhardshof


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,99€
  2. 16,99€
  3. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  2. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  3. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  4. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land

  5. Liberty Global

    Unitymedia-Mutterkonzern hat Probleme mit Amazon

  6. 18 Milliarden Dollar

    Finanzinvestor Bain übernimmt Toshibas Speichergeschäft

  7. Bundestagswahl

    Innenminister sieht bislang keine Einmischung Russlands

  8. Itchy Nose

    Die Nasensteuerung fürs Smartphone

  9. Apple

    Swift 4 erleichtert Umgang mit Strings und Collections

  10. Redundanz

    AEG stellt Online-USV für den 19-Zoll-Serverschrank vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Inspiron 5675 im Test: Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
Inspiron 5675 im Test
Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020
  1. Android 8.0 im Test Fertig oder nicht fertig, das ist hier die Frage
  2. Logitech Powerplay im Test Die niemals leere Funk-Maus
  3. Polar vs. Fitbit Duell der Schlafexperten

Energieversorgung: Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
Energieversorgung
Windparks sind schlechter gesichert als E-Mail-Konten
  1. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack
  2. Kreditrating Equifax' Krisenreaktion ist ein Desaster
  3. Best Buy US-Handelskette verbannt Kaspersky-Software aus Regalen

Anki Cozmo im Test: Katze gegen Roboter
Anki Cozmo im Test
Katze gegen Roboter
  1. Die Woche im Video Apple, Autos und ein grinsender Affe
  2. Anki Cozmo ausprobiert Niedlicher Programmieren lernen und spielen

  1. Re: Als Apple-Kunde ist man in der Hand der Firma

    Walter Plinge | 05:05

  2. Re: ALAC im Store?!?

    Infamouson | 04:36

  3. Re: Beweise?

    teenriot* | 03:54

  4. Re: CO2 Ausstoß dieses Akkus bei der Produktion?

    Onkel Ho | 03:36

  5. Re: Apple schafft das, was Microsoft nie...

    plutoniumsulfat | 02:54


  1. 18:10

  2. 17:45

  3. 17:17

  4. 16:47

  5. 16:32

  6. 16:22

  7. 16:16

  8. 14:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel