Routing: Zu viel Traffic verantwortlich für IBM-Cloud-Ausfall

Routing-Probleme bei einem Dienstleister sollen den massiven Ausfall der IBM-Cloud verursacht haben. Selbst die Statusseite ging offline.

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Die IBM Cloud hatte einen massiven Ausfall.
Die IBM Cloud hatte einen massiven Ausfall. (Bild: Loren Elliott/Reuters)

Public-Cloud-Betreiber IBM hat eine erste kurze und vor allem vorläufige Erklärung für den massiven Ausfall seiner Dienste in dieser Woche veröffentlicht. Demnach sei ein Routing-Problem bei einem externen Dienstleister verantwortlich dafür, dass der Dienst am Dienstagabend, dem 9. Juni 2020, sowie in der Nacht auf Mittwoch, 10. Juni (MESZ), teilweise gar nicht mehr nutzbar war. Der Ausfall betraf wohl Kunden weltweit und ging sogar so weit, dass Medienberichten zufolge selbst die Statusseite des Cloud-Dienstes nicht mehr genutzt werden konnte.

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In der nun veröffentlichten Meldung heißt es: "Eine Untersuchung ergab, dass ein externer Netzwerkanbieter das IBM-Cloud-Netzwerk mit falschen Routing-Informationen überflutet hat, was zu einer starken Überlastung des Datenverkehrs und zu Auswirkungen auf die IBM-Cloud-Services und unsere Rechenzentren führte. Es wurden Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen, um ein erneutes Auftreten zu verhindern. Die Ursachenanalyse hat keine Datenverlust- oder Cybersicherheitsprobleme festgestellt".

Dass zu viel Traffic einen Cloud-Anbieter fast komplett offline nehmen kann, mag zunächst ungewöhnlich erscheinen, immerhin sind Public-Cloud-Dienste ja eben auf die Verarbeitung von großen Verkehrsmengen ausgelegt und die Rechenzentren der Dienste oft weltweit verteilt. Der Verweis von IBM auf Fehler beim Routing zeigt jedoch erneut, wie anfällig und problembehaftet eben diese fundamentale Funktion des Internets ist.

Erst vor einem Jahr sorgten Fehler im Zusammenhang mit dem BGP-Routing für einen Ausfall der Google-Cloud. Von der Beschreibung durch IBM ausgehend, lässt sich nun vermuten, dass der externe Dienstleister sein BGP-Routing falsch konfiguriert hat und so versehentlich schlicht zu viel und vielleicht auch fremden Netzwerkverkehr direkt an IBM Cloud weitergeleitet hat. Was genau geschehen ist, möchte IBM eigenen Angabe zufolge noch in einer detaillierten Analyse untersuchen.

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