Natürlich ist die Nummer weg

Dann kommt es, wie es kommen muss. Am Tag der Umstellung ist der Anschluss nicht mehr zu erreichen. Die bis dahin genutzten Rufnummern werden abgeschaltet. Ein weiterer Anruf ist erforderlich, um die Rufnummer wieder aktivieren zu lassen. Die Kundenbetreuerin versichert, dass nach etwa 24 Stunden die Nummer wieder funktionieren werde. Wenigstens kann über den eigenen Kabelrouter vorübergehend eine der übriggebliebenen Nummern aktiviert werden, damit man überhaupt noch telefonieren kann.

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Nach zwei Tagen ist die alte Rufnummer noch immer nicht aktiv. Anruf Nummer 4 bei der Hotline. Der erste Service-Mitarbeiter kann leider nichts machen und sagt, dass die alten Nummern gar nicht mehr im System seien. Schrecksekunde. Doch er findet einen Techniker, der offenbar Zugriff auf eine andere Datenbank hat. Tatsächlich gelingt es ihm, die alte Rufnummer wieder freizuschalten. Da sind die 29,99 Euro für die Umstellung doch noch ihr Geld wert.

160 Euro zu viel abgebucht

Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Mietrouter wohlbehalten wieder bei Vodafone ankommt und die 160 Euro Strafgebühr nicht abgebucht werden. Weit gefehlt. Natürlich findet sich auf der nächsten Rechnung ein "Preis für Nichtrücksendung Homebox". Der fünfte Mitarbeiter der Kundenhotline kann sogar erklären, warum. Der Kollege, der die Kündigung bearbeitet habe, habe fälschlicherweise das Eingangsdatum der Kündigung und nicht den Tag der Umstellung als Frist eingetragen. Denn normalerweise hätten die Kunden durchaus vier Wochen Zeit, die Geräte zurückzuschicken. Und selbstverständlich werde das Geld bei der nächsten Rechnung wieder zurücküberwiesen. Auf diese Auskunft kann man sich bestimmt blind verlassen.

Für einen solch schlechten Service auch noch Geld zu verlangen, ist wirklich dreist. Im Interesse der Kunden wäre es sinnvoll, ein Formular auf den Login-Seiten anzubieten, bei dem die gewünschten drei der sechs Rufnummern angegeben werden. Oder überhaupt auf die Möglichkeit hinzuweisen, die Homebox-Option online abzubestellen. Die Kunden können zumindest von sich aus versuchen, bei der Kündigung direkt die genutzten Rufnummern anzugeben. Vielleicht schafft Vodafone es sogar, dies zu berücksichtigen.

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Auf mehrfache Anfrage, ob die Abbestellung kundenfreundlicher gestaltet werden könnte, hat Vodafone nicht reagiert. Möglicherweise sorgt sich das Unternehmen, dass sich die Hotline-Mitarbeiter langweilen könnten. Zumindest muss man Vodafone zugute halten, dass die Hotline im Gegensatz zu Telefónica/O2 gut zu erreichen ist.

Vodafone ködert Kunden mit kostenloser Homebox-Option

"Positiv" aufgefallen ist uns, dass nach der Umstellung weiterhin auf zwei Leitungen telefoniert werden kann. Das hatten uns Leser schon im vergangenen August berichtet. Dabei weist Vodafone ausdrücklich darauf hin, dass diese Funktion nur bei der Homebox-Option aktiviert ist. Sollte das nicht zutreffen, nutzt Vodafone offensichtlich eine leere Drohung, um die Kunden von der Nutzung eines eigenen Routers abzuhalten.

Um letzteres zu erreichen, ködert das Unternehmen seine Kunden nun mit der Gratis-Nutzung des Fritzbox-Kabelrouters 6490. Bei Buchung der Kabeltarife Red Internet & Phone 200 und 400 Cable erhalten Neukunden derzeit die Homebox-Option für zwei Jahre gratis. "Insgesamt sparen Neukunden somit 120 Euro. Ab dem 25. Monat fallen 5 Euro monatlich an. Die Option kann mit einer Frist von vier Wochen gekündigt werden", schreibt Vodafone. Wir wünschen den Neukunden hiermit schon mal viel Vergnügen bei dem Versuch, das Ding wieder loszuwerden.

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 Routerfreiheit bei Vodafone: Der Kampf um die eigene Telefonnummer
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Sunny33 26. Sep 2017

Da würde ich in jedem Fall mal bei http://www.guenstigerinternetprovider.net rumschauen...

TK-Karl 15. Dez 2016

ICH HABE DIE VOIP ZUGANGSDATEN! Yeah! Sie sind wertlos! (Stand 15.12.2016) Bin seit...

flow77 15. Dez 2016

Hatte gerade eben ein sehr längeres Gespräch mit der Vodafone Hotline und habe mich an...

Michael0712 14. Dez 2016

Ich hab jetzt ne Sipgate Nummer und brauch mich um irgendwelche schönen der...

sehr_interessant 13. Dez 2016

Die Anzeige hat mit der Privatklage nichts zu tun. Setzt den Konzern nur zusätzlich unter...



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