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M-net und Telekom mit XGS-PON-Fiber-Tarifen

M-net hat einen 5-Gigabit-Tarif auf Basis von XGS-PON. Ich war bei der Ankündigung im Januar 2025 mit meiner Kamera in München dabei und konnte den Tarif schon vor dem Marktstart testen: mit einem Apple Mac Mini M2, direkt hinter einem 10-Gigabit-ONT von Huawei, ohne Fritzbox dazwischen.

Allerdings kostet der Tarif Internet 5000 von M-net knapp 300 Euro pro Monat. Das dürfte den meisten Privatkunden zu teuer sein, auch wenn Flatrates für Telefonie und 100 digitale Fernsehprogramme enthalten sind.

Auch die Telekom hat mit Magenta 2000 einen 2-Gigabit-Fiber-Tarif mit XGS-PON-Technik im Angebot. Im Dezember 2025 konnte ich beim Austausch der alten GPON-SFP-Module gegen die neuen XGS-PON-Module dabei sein, in einem Schaltraum der Deutschen Telekom in München-Ost.

Das Optical Line Terminal (OLT) im Bild unten kann mehrere Tausend FTTH-Haushalte mit 2.000 MBit Internet Downstream und 1.000 MBit/s Upstream versorgen. Bei einem Tarifpreis von knapp 140 Euro pro Monat dürfte vielen Privatleuten der Spaß am schnellen Internet 2000 vergehen. Bei Firmen liegt die Schmerzgrenze häufig höher.

Die Telekom erklärt den OLT so: "Die Datenströme der Kunden werden am OLT auf eine Glasfaser zusammengefasst, die von hier aus ins schnelle Internet läuft. Der OLT sammelt also die Daten der Kunden wie ein Trichter, packt sie zusammen und schickt sie mit einer gemeinsamen Leitung weiter."

Und welche Fiber-Fritzboxen funktionieren an solchen schnellen XGS-PON-Anschlüssen? Für die Fritzboxen 5530 und 5590 Fiber können passende 10-Gigabit-SFP-Steck-Module nachgekauft werden. Aktuell kosten die etwa 55 Euro.

Doch ausgerechnet die WLAN-stärkste Triband-Fritzbox 5690 Pro, jene mit dem schnellen 6 GHz Wi-Fi, lässt sich nicht auf das schnelle XGS-PON nachrüsten. Stattdessen gibt es seit Ende 2025 die Fritzbox 5690 XGS, sogar mit 10-Gigabit-LAN-Port, aber ohne 6 GHz-WLAN.

Das fest verbaute Fibermodem kann nur XGS-PON, jedoch kein AON und auch kein klassisches XGS-PON. Zudem ist eine kleine Schwester 5630 XGS angekündigt, noch ohne Preis. Wer diese Fiber-Fritz-Produktpalette verwirrend findet: Danke, ich auch!

Es fällt auf, dass die älteren Fiber-Boxen 5530 und 5590 aus der Coronazeit noch alle drei Fibernetzgattungen AON, GPON und XGS-PON unterstützen. Ab 5690 Pro aus dem Jahr 2024 waren es noch zwei Fibernetzgattungen. Und seit 2025 können die neuen XGS-Fiber-Boxen nur XGS-PON, sonst nichts.

Was denkt sich Fritz bei dieser zunehmenden Verengung? Wollen die damit den Geräteverkaufspreis für Provider und Endkunden herunterbekommen? Oder eine höhere Verdienstmarge für die neuen AVM‑Fritz-Firmeneigentümer realisieren?

Ich vermute, Ex-AVM will mit der Verengungsstrategie bei den Glasfaser-Internet-Providern als Lieferant mit besseren Preisen landen. Mit der starken 5690 XGS hat das wohl nicht so toll geklappt, wie geplant.

Das war wohl der Grund, dass die vermeintliche Providerbox 5690 XGS im Oktober 2025 schließlich für den Verkauf im freien Handel an Endkunden freigegeben wurde.


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