Endlich kommt auch der Ausbau der Glasfaser bis in einzelne Wohnungen in Deutschland voran. Für derlei Fiber-to-the-Home (FTTH) müsste das Zeitalter für Fiber-Fritzboxen mit fest verbauten Fiber-Modems gekommen sein. Das wäre schön für AVM alias Fritz GmbH, denn dafür haben die Berliner schon zahlreiche Fiber-Fritzboxen im Sortiment, bei denen man die Glasfaser quasi direkt bis in die Fritzbox hineinführen kann.
Doch fast alle Glasfaser-Internet-Provider bieten ihren Kunden lieber ein externes ONT-Glasfaser-Modem-Kästchen, statt eine Kunden-Fritzbox zu bedienen. Am Provider-ONT können die Neukunden für Glasfaser dann fast alle bisherigen, auch älteren Nicht-Fiber-Fritzboxen mittels LAN-Kabel am WAN-LAN-Port anschließen. Das ist toll für Abertausende Besitzer älterer DSL-und-Kabel-Fritzboxen, weil sie keine neue Fiber-Fritzbox kaufen müssen – aber schlecht für das Fiber-Boxen-Neugeschäft von AVM alias Fritz.
Die Fragen lauten somit: Welche neue Fritzbox passt perfekt an welchen neuen Glasfaseranschluss? Muss für Glasfaser überhaupt eine spezielle Fiber-Fritzbox gekauft werden? Oder wäre es nicht klüger, eine bewährte 7490, 7590, 7590 AX oder eine sonstige, ohnehin schon vorhandene DSL-oder-Kabel-Fritzbox hinter ein neues Glasfaser-ONT-Modem-Kästchen zu klemmen?
Bild 1/28: Diese DSL-Fritzboxen haben zwar ein DSL-Modem, lassen sich aber auch (viel schneller) von einem externen Glasfaser-ONT-Modem mit Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 2/28: Diese Cable-Fritzboxen haben zwar ein Koax-Kabelmodem, lassen sich aber auch (viel schneller) von einem externen Glasfaser-ONT-Modem mit Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 3/28: Fiber-Fritzbox direkt an die grüne Glasfaser? Klingt logisch! Rechts: Jedwede Fritzbox per LAN-Kabel hinter das schwarze Glasfaser-Modem? Kann oft klüger sein! (Bild: KI-generiert mit Google Gemini)
Bild 4/28: Die Fritzbox 5530 Fiber wird mit zwei Fiber-SFP-Steck-Modulen für AON und GPON in der Schachtel ausgeliefert. Ein weiteres Modul für XGS-PON lässt sich nachkaufen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 5/28: Für jede Glasfaser-Netz-Gattung gibt es neue Fiber-Spezial-Fritzboxen (oben), doch fast jede alte DSL-oder-Kabel-Fritzbox läuft auch hinter dem Glasfaser-ONT des Providers (unten). (Bild: Harald Karcher)
Bild 6/28: Ganz rechts: Man kann auch PCs und WAN-fähige WLAN-Repeater via LAN-Kabel direkt an ein ONT verbinden. (Bild: Harald Karcher)
Bild 7/28: Die drei weißen Router des Devolo Wi-Fi 7 Mesh Sets BE 6500 können zwar das WLAN einer Fritzbox verlängern, aber das Internet auch direkt aus dem Telekom-Magenta-Glasfasermodem-2-ONT beziehen, ohne Fritzbox dazwischen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 8/28: Nicht jede Fiber-Fritzbox (rot) eignet sich für jeden Glasfaser-Netz-Anschluss (grün). (Bild: Harald Karcher)
Bild 9/28: Die älteren Fiber-Fritzboxen der 55xx-Reihe waren/sind noch maximal flexibel: Sie können SFP-Steckmodule für AON (oben), GPON (mittig) oder XGS-PON (unten) aufnehmen – je nach Bedarf und Netz. (Bild: Harald Karcher)
Bild 10/28: Bei den Fritzboxen 5530 Fiber, 5590 Fiber und 5690 Pro liegen steckbare SFP-Modems für AON (links) und G-PON (rechts) in der Lieferschachtel. (Bild: Harald Karcher)
Bild 11/28: Bei den Fritzboxen 5690 (unten) und 5690 XGS (oben) wird der Glasfaser-Kabelstecker direkt in die grünen Buchsen links oben hinten gesteckt. Da passen keine steckbaren SFP-Modem-Module mehr. (Bild: Harald Karcher)
Bild 12/28: Mein Speedtest mit der Fritzbox 5590 Fiber anno 2022 an einer performanten GPON-Glasfaser-Leitung im Testlabor von M-net. (Bild: Harald Karcher)
Bild 13/28: Das steckbare Fritz-SFP+XGS-PON-Modul hebt die Fritzboxen 5530 und 5590 auf 10 Gigabit brutto an passenden Glasfaser-Anschlüssen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 14/28: Im Dezember 2025 entfernte die Deutsche Telekom in diesem OLT in München die alten GPON-SFPs und ersetzte sie durch schnellere XGS-PON-SFTs. Danke an Dr. Markus Jodl, der den Besuch im nächtlichen Wartungsfenster möglich machte. (Bild: Harald Karcher)
Bild 15/28: Das steckbare Fritz-SFP+XGS-PON-Modul kostet etwa 55 Euro. Man kann es bei Bedarf links oben in den Fiber-SFP-Slot dieser Fritzbox 5590 stecken. (Bild: Harald Karcher)
Bild 16/28: Die Palette der Fiber-Fritzboxen (oben) wird immer komplizierter und erklärungsbedürftiger. (Bild: Harald Karcher)
Bild 17/28: Diese speziellen Fiber-Fritzboxen gehören zum aktuellen Liefersortiment. Zwei weitere sind angekündigt, aber noch ohne Preis und ohne Termin. (Bild: Harald Karcher)
Bild 18/28: Wenn die Glasfaser direkt in der Fritzbox endet, lassen sich viel detailliertere Infos auslesen als bei einer Lösung nur hinter einem externen ONT-Modem. (Bild: Harald Karcher)
Bild 19/28: Dank ONT (links unten, grün) kann man fast alle WAN-fähigen Fritzboxen per LAN-Kabel hinter einem FTTH-Glasfaser-Anschluss betreiben. (Bild: Harald Karcher)
Bild 20/28: Die rote DSL-Fritzbox 7490 (rechts) hängt hier mit dem weißen LAN-Kabel an einem schwarzen Glasfaser-Modem-2-ONT (links) der Deutschen Telekom. (Bild: Harald Karcher)
Bild 21/28: Im Prinzip lassen sich alle links gezeigten DSL-Fritzboxen hinter einem Fiber-ONT auch mit Glasfaser-Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 22/28: Hier hängt mein Apple Mac mini M4 mit 10-GbE-LAN-Port direkt an einem 10-Gigabit-XGS-PON-Glasfaser-ONT von Huawei, ganz ohne Fritzbox dazwischen, im Testlabor von M-net. (Bild: Harald Karcher)
Bild 23/28: Im Prinzip lassen sich alle links gezeigten Fiber-Fritzboxen auch hinter einem ONT über den WAN-Port (blau) mit Glasfaser-Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 24/28: Bei den 6800er-Fritzboxen mit Mobilfunk-Modem hat nur die 6890 LTE einen WAN-Port, an den man einen Glasfaser-ONT verbinden kann. (Bild: Harald Karcher)
Bild 25/28: Bei den 4000er-Fritzboxen ganz ohne eigenes Modem haben alle einen WAN-Port, an den man einen Glasfaser-ONT verbinden kann. (Bild: Harald Karcher)
Bild 26/28: Die neue Fritzbox DSL/Fiber 7-90 soll frühestens ab dem ersten Quartal 2027 zum UVP von 429 Euro in den freien Handel kommen. (Bild: Fritz GmbH)
Bild 27/28: Bei der neuen Fritz-Generation (links) gibt es nur noch einen roten Taster und nur ein LED-Lämpchen. Bei der alten 5690 Pro waren es etliche. (Bilder: Fritz GmbH / Text und Montage: Harald Karcher)
Bild 28/28: Bei der alten Fiber-Fritzbox 5690 Pro (rechts) gehen alle Kabel nach hinten weg. Bei der neuen DSL/Fiber 7-90 (links) gehen sie unten hinten oder seitlich raus (Bilder: Fritz GmbH / Montage: Harald Karcher)
Das externe Fiber-zu-LAN-MODEM-Kästchen (im Bild schwarz) heißt auch ONT. Das steht für Optical Network Termination. Das LAN-Kabel aus dem ONT endet in der Regel in einer oftmals blauen WAN-Buchse einer Fritzbox. WAN steht für Wide Area Network, also das Fernverkehrsnetz, über das der Internetstrom von überall bis in die Wohnung kommt.
Routerfreiheit für Router, ONT und SFP
Seit 1. August 2016 gilt in Deutschland das Gesetz zur Routerfreiheit. Das soll Internetverbrauchern die freie Wahl ihrer Telekommunikationsendgeräte garantieren. Das heißt, der Internetprovider darf Kunden nicht vorschreiben, welches Modem und/oder welcher Modemrouter alias welche Fritzbox am Ende der Leitung hängen muss.
Bei DSL- und Kabel-Anschlüssen ist die Endgerätefreiheit weitgehend akzeptiert. Bei Glasfasertarifen sehen es viele Provider lieber, wenn das Modem beziehungsweise die ONT des Providers gemietet oder kostenlos zum Tarif hinzugenommen wird – nicht aus Bösartigkeit oder Geldgier, sondern weil technisch vieles dafür spricht.
AON, GPON, XGS-PON direkt in die Fritzbox
Nun ist Glasfaser nicht gleich Glasfaser: Falls der Glasfaserstecker direkt an die Fritzbox gesteckt werden soll und kann, wird eine spezielle Fiber-Fritzbox mit einem intern fest verbauten Glasfasermodem oder zumindest mit steckbaren SFP-Fiber-Modulen benötigt, wie bei der 5530, 5590 und 5690 Pro.
Bild 1/28: Diese DSL-Fritzboxen haben zwar ein DSL-Modem, lassen sich aber auch (viel schneller) von einem externen Glasfaser-ONT-Modem mit Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 2/28: Diese Cable-Fritzboxen haben zwar ein Koax-Kabelmodem, lassen sich aber auch (viel schneller) von einem externen Glasfaser-ONT-Modem mit Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 3/28: Fiber-Fritzbox direkt an die grüne Glasfaser? Klingt logisch! Rechts: Jedwede Fritzbox per LAN-Kabel hinter das schwarze Glasfaser-Modem? Kann oft klüger sein! (Bild: KI-generiert mit Google Gemini)
Bild 4/28: Die Fritzbox 5530 Fiber wird mit zwei Fiber-SFP-Steck-Modulen für AON und GPON in der Schachtel ausgeliefert. Ein weiteres Modul für XGS-PON lässt sich nachkaufen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 5/28: Für jede Glasfaser-Netz-Gattung gibt es neue Fiber-Spezial-Fritzboxen (oben), doch fast jede alte DSL-oder-Kabel-Fritzbox läuft auch hinter dem Glasfaser-ONT des Providers (unten). (Bild: Harald Karcher)
Bild 6/28: Ganz rechts: Man kann auch PCs und WAN-fähige WLAN-Repeater via LAN-Kabel direkt an ein ONT verbinden. (Bild: Harald Karcher)
Bild 7/28: Die drei weißen Router des Devolo Wi-Fi 7 Mesh Sets BE 6500 können zwar das WLAN einer Fritzbox verlängern, aber das Internet auch direkt aus dem Telekom-Magenta-Glasfasermodem-2-ONT beziehen, ohne Fritzbox dazwischen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 8/28: Nicht jede Fiber-Fritzbox (rot) eignet sich für jeden Glasfaser-Netz-Anschluss (grün). (Bild: Harald Karcher)
Bild 9/28: Die älteren Fiber-Fritzboxen der 55xx-Reihe waren/sind noch maximal flexibel: Sie können SFP-Steckmodule für AON (oben), GPON (mittig) oder XGS-PON (unten) aufnehmen – je nach Bedarf und Netz. (Bild: Harald Karcher)
Bild 10/28: Bei den Fritzboxen 5530 Fiber, 5590 Fiber und 5690 Pro liegen steckbare SFP-Modems für AON (links) und G-PON (rechts) in der Lieferschachtel. (Bild: Harald Karcher)
Bild 11/28: Bei den Fritzboxen 5690 (unten) und 5690 XGS (oben) wird der Glasfaser-Kabelstecker direkt in die grünen Buchsen links oben hinten gesteckt. Da passen keine steckbaren SFP-Modem-Module mehr. (Bild: Harald Karcher)
Bild 12/28: Mein Speedtest mit der Fritzbox 5590 Fiber anno 2022 an einer performanten GPON-Glasfaser-Leitung im Testlabor von M-net. (Bild: Harald Karcher)
Bild 13/28: Das steckbare Fritz-SFP+XGS-PON-Modul hebt die Fritzboxen 5530 und 5590 auf 10 Gigabit brutto an passenden Glasfaser-Anschlüssen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 14/28: Im Dezember 2025 entfernte die Deutsche Telekom in diesem OLT in München die alten GPON-SFPs und ersetzte sie durch schnellere XGS-PON-SFTs. Danke an Dr. Markus Jodl, der den Besuch im nächtlichen Wartungsfenster möglich machte. (Bild: Harald Karcher)
Bild 15/28: Das steckbare Fritz-SFP+XGS-PON-Modul kostet etwa 55 Euro. Man kann es bei Bedarf links oben in den Fiber-SFP-Slot dieser Fritzbox 5590 stecken. (Bild: Harald Karcher)
Bild 16/28: Die Palette der Fiber-Fritzboxen (oben) wird immer komplizierter und erklärungsbedürftiger. (Bild: Harald Karcher)
Bild 17/28: Diese speziellen Fiber-Fritzboxen gehören zum aktuellen Liefersortiment. Zwei weitere sind angekündigt, aber noch ohne Preis und ohne Termin. (Bild: Harald Karcher)
Bild 18/28: Wenn die Glasfaser direkt in der Fritzbox endet, lassen sich viel detailliertere Infos auslesen als bei einer Lösung nur hinter einem externen ONT-Modem. (Bild: Harald Karcher)
Bild 19/28: Dank ONT (links unten, grün) kann man fast alle WAN-fähigen Fritzboxen per LAN-Kabel hinter einem FTTH-Glasfaser-Anschluss betreiben. (Bild: Harald Karcher)
Bild 20/28: Die rote DSL-Fritzbox 7490 (rechts) hängt hier mit dem weißen LAN-Kabel an einem schwarzen Glasfaser-Modem-2-ONT (links) der Deutschen Telekom. (Bild: Harald Karcher)
Bild 21/28: Im Prinzip lassen sich alle links gezeigten DSL-Fritzboxen hinter einem Fiber-ONT auch mit Glasfaser-Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 22/28: Hier hängt mein Apple Mac mini M4 mit 10-GbE-LAN-Port direkt an einem 10-Gigabit-XGS-PON-Glasfaser-ONT von Huawei, ganz ohne Fritzbox dazwischen, im Testlabor von M-net. (Bild: Harald Karcher)
Bild 23/28: Im Prinzip lassen sich alle links gezeigten Fiber-Fritzboxen auch hinter einem ONT über den WAN-Port (blau) mit Glasfaser-Internet versorgen. (Bild: Harald Karcher)
Bild 24/28: Bei den 6800er-Fritzboxen mit Mobilfunk-Modem hat nur die 6890 LTE einen WAN-Port, an den man einen Glasfaser-ONT verbinden kann. (Bild: Harald Karcher)
Bild 25/28: Bei den 4000er-Fritzboxen ganz ohne eigenes Modem haben alle einen WAN-Port, an den man einen Glasfaser-ONT verbinden kann. (Bild: Harald Karcher)
Bild 26/28: Die neue Fritzbox DSL/Fiber 7-90 soll frühestens ab dem ersten Quartal 2027 zum UVP von 429 Euro in den freien Handel kommen. (Bild: Fritz GmbH)
Bild 27/28: Bei der neuen Fritz-Generation (links) gibt es nur noch einen roten Taster und nur ein LED-Lämpchen. Bei der alten 5690 Pro waren es etliche. (Bilder: Fritz GmbH / Text und Montage: Harald Karcher)
Bild 28/28: Bei der alten Fiber-Fritzbox 5690 Pro (rechts) gehen alle Kabel nach hinten weg. Bei der neuen DSL/Fiber 7-90 (links) gehen sie unten hinten oder seitlich raus (Bilder: Fritz GmbH / Montage: Harald Karcher)
Oder man braucht die Speedport-Router der Deutschen Telekom mit einem integrierten Fiber-Modem. Möglich sind auch Fiberboxen anderer Provider wie 1&1, o2 und Vodafone.