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Fiber-Fritzboxen für Glasfaser-Internet?

Endlich kommt auch der Ausbau der Glasfaser bis in einzelne Wohnungen in Deutschland voran. Für derlei Fiber-to-the-Home (FTTH) müsste das Zeitalter für Fiber-Fritzboxen mit fest verbauten Fiber-Modems gekommen sein. Das wäre schön für AVM alias Fritz GmbH, denn dafür haben die Berliner schon zahlreiche Fiber-Fritzboxen im Sortiment, bei denen man die Glasfaser quasi direkt bis in die Fritzbox hineinführen kann.

Doch fast alle Glasfaser-Internet-Provider bieten ihren Kunden lieber ein externes ONT-Glasfaser-Modem-Kästchen, statt eine Kunden-Fritzbox zu bedienen. Am Provider-ONT können die Neukunden für Glasfaser dann fast alle bisherigen, auch älteren Nicht-Fiber-Fritzboxen mittels LAN-Kabel am WAN-LAN-Port anschließen. Das ist toll für Abertausende Besitzer älterer DSL-und-Kabel-Fritzboxen, weil sie keine neue Fiber-Fritzbox kaufen müssen – aber schlecht für das Fiber-Boxen-Neugeschäft von AVM alias Fritz.

Fritzbox direkt oder via ONT an Fiber?

Die Fragen lauten somit: Welche neue Fritzbox passt perfekt an welchen neuen Glasfaseranschluss? Muss für Glasfaser überhaupt eine spezielle Fiber-Fritzbox gekauft werden? Oder wäre es nicht klüger, eine bewährte 7490, 7590, 7590 AX oder eine sonstige, ohnehin schon vorhandene DSL-oder-Kabel-Fritzbox hinter ein neues Glasfaser-ONT-Modem-Kästchen zu klemmen?

Das externe Fiber-zu-LAN-MODEM-Kästchen (im Bild schwarz) heißt auch ONT. Das steht für Optical Network Termination. Das LAN-Kabel aus dem ONT endet in der Regel in einer oftmals blauen WAN-Buchse einer Fritzbox. WAN steht für Wide Area Network, also das Fernverkehrsnetz, über das der Internetstrom von überall bis in die Wohnung kommt.

Routerfreiheit für Router, ONT und SFP

Seit 1. August 2016 gilt in Deutschland das Gesetz zur Routerfreiheit. Das soll Internetverbrauchern die freie Wahl ihrer Telekommunikationsendgeräte garantieren. Das heißt, der Internetprovider darf Kunden nicht vorschreiben, welches Modem und/oder welcher Modemrouter alias welche Fritzbox am Ende der Leitung hängen muss.

Bei DSL- und Kabel-Anschlüssen ist die Endgerätefreiheit weitgehend akzeptiert. Bei Glasfasertarifen sehen es viele Provider lieber, wenn das Modem beziehungsweise die ONT des Providers gemietet oder kostenlos zum Tarif hinzugenommen wird – nicht aus Bösartigkeit oder Geldgier, sondern weil technisch vieles dafür spricht.

AON, GPON, XGS-PON direkt in die Fritzbox

Nun ist Glasfaser nicht gleich Glasfaser: Falls der Glasfaserstecker direkt an die Fritzbox gesteckt werden soll und kann, wird eine spezielle Fiber-Fritzbox mit einem intern fest verbauten Glasfasermodem oder zumindest mit steckbaren SFP-Fiber-Modulen benötigt, wie bei der 5530, 5590 und 5690 Pro.

Oder man braucht die Speedport-Router der Deutschen Telekom mit einem integrierten Fiber-Modem. Möglich sind auch Fiberboxen anderer Provider wie 1&1, o2 und Vodafone.


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