Router-Manipulation: Cisco empört über Spähattacken der NSA

Netzwerkausrüster Cisco wehrt sich gegen "übertriebene" Aktionen der US-Regierung. Es sei nicht hinnehmbar, dass Geräte beim Transport abgefangen und manipuliert würden. Sicherheitslücken müssten in der Regel sofort gemeldet werden.

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Cisco fordert neue Regeln für die Sicherheit von Internethardware.
Cisco fordert neue Regeln für die Sicherheit von Internethardware. (Bild: Albert Gea/Reuters)

Der US-Netzwerkausrüster Cisco fordert von Regierungen weltweit einen Verzicht auf die Manipulation ausgelieferter Internet-Hardware. Chefsyndikus Mark Chandler verlangte in einem Blogbeitrag im Namen der Cisco-Führungsspitze zudem die Einführung von Richtlinien, wonach Regierungen entdeckte Sicherheitslücken den Herstellern melden müssten. Ausnahmen davon sollte es nur geben, wenn ein Gericht einen zwingenden Grund für einen zeitweiligen Aufschub nennen könne. Cisco reagiert damit auf Berichte, wonach eine Spezialabteilung des US-Geheimdienstes NSA beim Transport Geräte abfange und mit Spähprogrammen versehe.

  • Die NSA-Mitarbeiter packen die Geräte vorsichtig aus und implantieren einen "beacon". (Quelle: Glenn Greenwald/No place to hide)
  • Das Dokument beschreibt das Vorgehen der NSA beim Abfangen von Geräten.
  • In diesem Dokument wird von einem Problem mit Cisco-Multiplexern berichtet.
Die NSA-Mitarbeiter packen die Geräte vorsichtig aus und implantieren einen "beacon". (Quelle: Glenn Greenwald/No place to hide)

Cisco versicherte, mit keiner Regierung weltweit zusammenzuarbeiten, um die Produkte zu schwächen. Dies gelte auch für die US-Regierung. Seine Firma halte sich an Exportverbote für bestimmte Kunden und Länder, schrieb Chandler. Im Gegenzug könne Cisco erwarten, dass die Regierung ihre Finger von den ausgelieferten Geräten lasse. Anderenfalls würden nicht nur die Rechte auf Privatsphäre von Personen und Institutionen weltweit verletzt, sondern auch das Vertrauen in die Industrie gestört. Nach Ansicht von Cisco hat die US-Regierung mit dem Abfangen der Geräte ihre Sicherheitspolitik übertrieben und damit das Ziel einer freien Kommunikation untergraben.

Warnung vor zersplittertem Internet

Darüber hinaus verlangt Cisco "klare Standards", was den Schutz von Daten außerhalb der USA betrifft, die von Niederlassungen US-amerikanischer Firmen gespeichert werden. Die weltweiten Kunden müssten wissen, dass solche Regeln angewendet würden und sie vertrauensvoll mit US-Firmen zusammenarbeiten könnten. Sollte die Einführung solcher Regeln scheitern, führe das zu einem zersplitterten Internet und werde die Meinungsfreiheit sowie das globale Wirtschaftswachstum begrenzen.

In seinem neuen Buch Die globale Überwachung (Original: No place to hide) beschreibt der Journalist und Aktivist Glenn Greenwald, wie der US-Geheimdienst NSA Netzwerktechnik US-amerikanischer Hersteller wie Cisco auf dem Weg zu den Kunden abfängt und präpariert. Greenwald veröffentlichte parallel zu seinem Buch mehr als 100 Dokumente aus dem Fundus von Whistleblower Edward Snowden. Darunter sind auch Fotos, die zeigen, wie die NSA-Spezialisten der Abteilung TAO ein Paket mit Cisco-Routern auspacken. Der SPD-nahe Verein D64 forderte als Reaktion auf die neuen Enthüllungen ein No-Spy-Siegel für Netzwerkprodukte.

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Yes!Yes!Yes! 16. Mai 2014

Die USA (und damit die NSA) sind finanziell eigentlich zu gar nichts in der Lage. Die...

daydreamer42 16. Mai 2014

10% Umsatzeinbuße wegen willfähriger Schnüffelei sind nicht genug!

a.nym 15. Mai 2014

ich hab das mal für dich Korrigiert. Z.B. Datenschutz du hast zwar das Recht auf Schutz...

onkel hotte 15. Mai 2014

Damit's nicht ganz so auffällig ist, ja, sollten sie die von der BD nehmen. Die Chinesen...



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