Router-Firmware: Asus rät aufgrund kritischer Lücken dringend zum Update
Der Hardwarehersteller Asus hat neue Firmware-Versionen für zahlreiche Router-Modelle bereitgestellt, mit denen das Unternehmen teils schwerwiegende Sicherheitslücken geschlossen hat. Der Hersteller empfiehlt Besitzern betroffener Geräte nachdrücklich, ihre Firmware zeitnah zu aktualisieren. Zu finden ist die neuste Version jeweils im Support-Bereich(öffnet im neuen Fenster) oder auf der Produktseite des jeweiligen Routers(öffnet im neuen Fenster) .
Darüber hinaus empfiehlt das Unternehmen generell den Einsatz sicherer Passwörter sowohl für das über den Router bereitgestellte WLAN-Netz als auch für dessen Administrationsbereich. Außerdem sei bei Modellen, die dieses Feature unterstützen, auch eine Aktivierung der Asus AiProtection empfohlen.
Angriffe über das WAN-Interface möglich
Wer sich dafür entscheide, das Firmware-Update nicht zu installieren, solle laut Asus dringend sämtliche per WAN-Interface erreichbaren Dienste deaktivieren. In diesem Kontext nennt das Unternehmen explizit Fernzugriffe, Port-Weiterleitungen, DDNS, VPN, DMZ sowie Port-Trigger. Grund dafür dürften vornehmlich die beiden jeweils mit einem CVSS Score von 9,8 bewerteten und daher schwerwiegenden Sicherheitslücken CVE-2022-26376(öffnet im neuen Fenster) und CVE-2018-1160(öffnet im neuen Fenster) sein, die Asus mit seiner neusten Router-Firmware geschlossen hat.
Bei der ersten Lücke handelt es sich um einen Speicherkorruptionsfehler, der sich durch eine speziell gestaltete HTTP-Anfrage auslösen lässt. Die zweite Schwachstelle stammt aus der freien Software-Suite Netatalk, die AppleTalk-Protokolle auf POSIX-kompatiblen Betriebssystemen nutzbar macht. Wie BleepingComputer berichtet(öffnet im neuen Fenster) , ermöglichen beide Sicherheitslücken einem Angreifer potenziell die Ausführung beliebigen Codes.
Asus listet in seiner Meldung zu dem Firmware-Update(öffnet im neuen Fenster) insgesamt 19 betroffene Router-Modelle auf und verlinkt dort direkt zum Download-Bereich der einzelnen Geräte, wo die jeweils aktuelle Version der Software zu finden ist.
Erst vor rund einem Monat fielen Asus-Router durch eine fehlerhaft konfigurierte Serverdatei auf, die den Speicher einiger Modelle volllaufen ließ, woraufhin die betroffenen Geräte abstürzten. Auslöser dafür war ein Update des Sicherheitsdienstes ASD von Trend Micro, der vornehmlich auf Routern mit Asus AiProtection zum Einsatz kommt.
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