Router: Bundesnetzagentur bewegt sich in Richtung Routerzwang

In der Anhörung zum Routerzwang stellt sich die Bundesnetzagentur offenbar doch auf die Seite der Internet Service Provider. Danach endet deren Netz am Router, nicht an der TAE-Dose des Kunden.

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Der Sitecom-Router WLM-3500
Der Sitecom-Router WLM-3500 (Bild: Sitecom)

Internet Service Provider sollen selbst festlegen können, ob es sich beim Router um ein Netzbestandteil oder ein Endgerät handelt. "Es sah zum Teil so aus, als ob die Bundesnetzagentur sich bei der formellen Anhörung zum Routerzwang dafür entscheidet, dass das Gerät und nicht die TAE-Dose den Netzabschluss bildet", hat Golem.de von einem Routerhersteller erfahren. Bei einer solchen Beurteilung gehört der Router zum Netz des Providers.

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Fritzbox-Hersteller AVM erklärte, die Bundesnetzagentur versuche, für alle Zugangstechnologien wie DSL, TV-Kabel oder LTE einen einheitlichen Netzabschlusspunkt zu definieren. "Dies ist technologisch schwer umsetzbar und wird der herausragenden Bedeutung von DSL und seiner besonderen Regulierung nicht gerecht." Sollte die freie Endgerätewahl in Zukunft nicht mehr möglich sein, würden Wettbewerb und Innovationen im Festnetz unterdrückt. Offen spezifizierte Schnittstellen zu Netzen seien im Mobilfunk die Grundlage für die Einführung der Smartphones gewesen.

Nach Gesetzeslage dürfen Internet Service Provider ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen beziehungsweise in vollem Umfang zu nutzen. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

Die Free Software Foundation Europe hatte in der Anhörung zum Routerzwang erklärt: "Durch die Kontrolle der Router haben ISPs und Hersteller die Möglichkeit, auf die privaten Netzwerke hinter den Routern zuzugreifen. Dies ist kein theoretisches Problem: Die Router sind meist so konfiguriert, dass nur noch der Hersteller oder ISP diese konfigurieren kann. Damit hat dieser auch uneingeschränkten Zugriff in das eigentlich private Heimnetzwerk (LAN) des Kunden."

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DarioBerlin 22. Okt 2013

Leider unterstützen die dahinter geschalteten Modems aber nicht Telefonfunktionen. Z.b...

gnilebein 22. Okt 2013

Sollte der Router denn nun als Netzbestandteil gezählt werden, muss dann nicht auch der...

Tonixic 22. Okt 2013

Die ISPs machen doch was sie Wollen!!! Die Regierung muss sich doch irgendwann mal...

tingelchen 21. Okt 2013

A ha... und welcher Normalbürger stopft sich einen extra 30¤ hinter seinem Router? Und...

Sailor4711 21. Okt 2013

In dieser Gemengelage aus Internetnutzern, Router-Herstellern und Internet-Providern hat...


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