• IT-Karriere:
  • Services:

Router: Breite Front gegen Zwangsgeräte der Provider

Von den Netzbetreibern abgesehen, scheint niemand das Konzept der Zwangsrouter zu unterstützen. Hersteller, CCC und IT-Mittelstand schließen sich der Kritik an den Geräten an.

Artikel veröffentlicht am ,
Breite Front gegen Modell B: Netzzugangsschnittstelle nach dem Leitungsabschlussgerät
Breite Front gegen Modell B: Netzzugangsschnittstelle nach dem Leitungsabschlussgerät (Bild: bundesnetzagentur.de)

Am Stichtag für eine Stellungnahme zum Routerzwang haben sich mehrere Organisationen und Verbände gegen den Einsatz vorgeschriebener "Leitungsabschlussgeräte" gewandt. Sowohl der Chaos Computer Club als auch der IT-Mittelstand und 19 Endgerätehersteller lehnen in ihren Schreiben an die Bundesnetzagentur die Zwangsrouter ab, weil sie Nachteile für die Kunden und die Produzenten befürchten.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. BNP Paribas Real Estate Investment Management Germany GmbH, München

Der Chaos Computer Club sieht in seiner zehnseitigen Stellungnahme zahlreiche Nachteile für die Nutzer. So sei der Funktionsumfang der Geräte festgelegt, es könne zu Inkompatibilitäten mit anderen Endgeräten kommen, und die entstehende Monokultur erleichtere großflächige Angriffe auf die Netzwerkinfrastruktur. Schon ein einziger Fehler könne erhebliche Schäden verursachen. "Nicht zuletzt werden die Zwangsrouter bei einem Providerwechsel nutzlos und zu umweltbelastendem Abfall", schreibt der CCC.

Der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) sieht durch einen Routerzwang vor allem den Wettbewerb und die Innovation im deutschen Markt stark gefährdet. Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes habe sich "ein innovativer und dynamischer Markt für Spitzenprodukte auch aus mittelständischen deutschen TK-Herstellern entwickelt." "Abgesehen von offensichtlichen Nachteilen für Nutzer führt weniger Wettbewerb zu schlechteren Produkten und höheren Sicherheitsgefahren", warnte Verbandspräsident Oliver Grün.

Die 19 TK-Endgerätehersteller befürchten, dass mit dem Routerzwang oder der Einführung von Leitungsabschlussgeräten "erhebliche Einschränkungen bei der Nutzung der TK-Netze drohen, sowohl für Privat- als auch für Firmen-Anwender." Zudem drohten durch Geräte-"Monokulturen" größere potenzielle Sicherheitsprobleme. Auch stellten sich mit den Geräten zusätzliche Fragen zur Netzneutralität, heißt es in der 24-seitigen Stellungnahme. "Das bisher größte Erfolgsmodell des liberalisierten Telekommunikationsmarktes, die Einstufung der TAE als einzigen Netzabschlusspunkt, würde dadurch abgeschafft. Damit droht eine Zersplitterung des Marktes für TK-Endgeräte an den 24 Millionen DSL-Anschlüssen in Deutschland", schreiben die Hersteller, darunter AVM, D-Link, Auerswald, Buffalo und Lancom. Deshalb müsse die Bundesnetzagentur zur Einstufung der TAE-Dose als einzigem DSL-Netzabschlusspunkt zurückkehren.

Die Bundesnetzagentur hatte im September Stellungnahmen zum Thema Routerzwang bis zum 6. November 2013 angefordert. In einem Schreiben hatte die Agentur verschiedene Modelle skizziert, die von Providern, Herstellern und Organisationen bewertet werden können. Zuletzt hatte die Netzagentur den Anschein erweckt, als stelle sie sich auf die Seiten der Internetprovider. "Es sah zum Teil so aus, als ob die Bundesnetzagentur sich bei der formellen Anhörung zum Routerzwang dafür entscheidet, dass das Gerät und nicht die TAE-Dose den Netzabschluss bildet", hatte Golem.de von einem Routerhersteller erfahren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 44€ + 2,99€ Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis mit Amazon. Vergleichspreis 53...
  2. 44€ (Bestpreis mit Saturn. Vergleichspreis 53,98€)
  3. (u. a. MSI Optix MAG272CRX für 299€ + 6,99€ Versand statt ca. 450€ im Vergleich und Corsair...

x2k 08. Nov 2013

Du glaubst garnicht was für uninteressante daten für Unternehmen viel wert sind.

x2k 08. Nov 2013

Da frage ich mich alerdings warum diese optionen versteckt wurden.


Folgen Sie uns
       


Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht

Wald weg, Wasser weg, Tesla da? Wir haben Grünheide besucht.

Tesla baut Gigafactory in Brandenburg - Bericht Video aufrufen
Java: Nicht die Bohne veraltet
Java
Nicht die Bohne veraltet

Vor einem Vierteljahrhundert kam das erste Java Development Kit heraus. Relevant ist die Programmiersprache aber heute noch.
Von Boris Mayer

  1. JDK Oracle will "Schmerzen" von Java beheben
  2. JDK Java 14 experimentiert mit eigenem Paketwerkzeug
  3. Eclipse Foundation Java-EE-Nachfolger Jakarta EE 9 soll Mitte 2020 erscheinen

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro

    •  /