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Rostschrauben: Tesla führt größten Rückruf seiner Geschichte durch

Tesla hat ein Rostproblem. Schrauben an der Servolenkung sind nicht ausreichend gegen Korrosion geschützt, was zu einer Beeinträchtigung der Lenkung führen kann. Rund 123.000 Model S müssen in die Werkstatt.
/ Andreas Donath
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Tesla Model S (Bild: Tesla)
Tesla Model S Bild: Tesla

Tesla kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Nun muss das Unternehmen den größten Rückruf seiner Firmengeschichte durchführen und 123.000 Limousinen des Typs Model S in die Werkstätten rufen, um Schrauben an der Servolenkung auszutauschen. Diese sind nicht korrosionsfest genug, so dass sie in Gegenden, in denen besonders viel Salz gegen Eis und Schnee ausgebracht wird, stark rosten können. Die Schrauben, die nach Angaben der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) von Bosch stammen, müssen im Rahmen des Rückrufs ausgetauscht werden.

Unfälle habe es wegen der Schrauben nicht gegeben. Betroffen seien Fahrzeuge, die vor dem April 2016 gebaut wurden, heißt es bei CNN(öffnet im neuen Fenster).

Die Kunden können die Fahrzeuge aber bis zum Besuch der Werkstatt problemlos weiterfahren, so Tesla. Die Lenkung könne im Zweifelsfall nur etwas mehr Kraft erfordern, die Lenkfähigkeit selbst sei nicht eingeschränkt. Die Reparatur soll nach Angaben von Tesla ungefähr eine Stunde dauern. Der Rückruf von Tesla geschieht nicht aufgrund der Anordnung der Behörden, sondern ist freiwillig vom Hersteller ausgerufen worden.

Montage des Model S – Tesla Motors
Montage des Model S – Tesla Motors (02:11)

Die Nachricht sorgte bei der Tesla-Aktie für Kursverluste. Schlechte Nachrichten kommen zwar immer zur Unzeit, doch aktuell häufen sich diese für Tesla. Zum einen ist Tesla wegen massiver Produktionsprobleme des neuen Elektroautos Model 3 in die Kritik geraten, zum anderen gab es vor wenigen Tagen einen tödlichen Unfall mit einem Model X, bei dem nicht klar ist, ob Teslas Assistenzsystem Autopilot aktiviert war.

Das Assistenzsystem wurde schon einmal von den US-Behörden kritisch unter die Lupe genommen, nachdem 2016 ein Fahrer bei einer Kollision mit einem Sattelzug verstarb. Die Behörde stellte damals fest, dass der Autopilot meist wie beabsichtigt arbeitete. Entscheidend für den Unfall war vor allem, dass die Sensoren den querenden Lkw nicht erkannten, sondern für ein Autobahnschild hielten. Die Behörden kritisierten damals, dass das System dem Fahrer zu viel Spielraum gebe, seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes als das Fahren zu lenken.


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