Roskosmos: Russlands Alleingang im All beginnt an Bord der ISS
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Wie die russische Raumfahrtagentur Roskosmos kürzlich bestätigte(öffnet im neuen Fenster) , soll die erste Besatzung der künftigen russischen Orbitalstation (Ros) direkt aus dem laufenden Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) rekrutiert werden.
Offiziell ist Russland nur bis 2028 verpflichtet, stellt aber Unterstützung für den kontrollierten Absturz bis 2030 in Aussicht. Anfang 2031 soll ein SpaceX-Frachter die Station über Point Nemo versenken.
US-Senat prescht vor: ISS bis 2032?
Währenddessen wurde dem Ausschuss des US-Senats (Senate Commerce Committee) Anfang März 2026 ein neuer Gesetzesentwurf vorgelegt. Der Nasa Authorization Act of 2026(öffnet im neuen Fenster) versucht, den Betrieb der ISS bis zum 30. September 2032 zu sichern. Moskau forciert derzeit den Ausstieg und den Aufbau seiner eigenen Raumstation. Ein längerer Parallelbetrieb ist kaum möglich, da Russland das zentrale Antriebsmodul stellt.
Beide Länder wollen ihren eigenen astronautischen Betrieb im Weltraum sichern, jedoch gehen sie dabei komplett unterschiedliche Wege. Russland will eine nationale Raumstation betreiben und die USA wollen auf kommerzielle Raumstationen setzen. In beiden Fällen könnte es beim Übergang zu einer Lücke im astronautischen Betrieb im Weltraum kommen.
Russland strebt fliegenden Wechsel im Orbit an
Mit der Roskosmos-Mitteilung bestätigt Russland indirekt den vorher vereinbarten Zeitplan für das Ende der ISS. Laut Oleg Kononenko, dem amtierenden Leiter des Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrums (GCTC), wird die erste Ros-Besatzung aus jenen Kosmonauten bestehen, die sich zum Zeitpunkt der Separierung der ISS bereits im russischen Segment der Raumstation befinden.
Sobald die für die neue Station vorgesehenen Module vom Rest der ISS abgekoppelt sind, wandelt sich der Besatzungsstatus offiziell zur ersten Besatzung der Ros-Raumstation. Derzeit trainieren alle Mitglieder des Roskosmos-Kosmonautenkorps für einen potenziellen Einsatz auf der russischen Orbitalstation, teilte Kononenko mit(öffnet im neuen Fenster) .
Dieser Ansatz verfolgt zwei Ziele: Einerseits ist die Crew dann bereits mit den Systemen vertraut und kann die kritische Phase der technischen Trennung und Neuformatierung der Station vor Ort überwachen – was zur Risikominimierung beitragen soll. Andererseits wird damit die lückenlose Präsenz Russlands im Weltraum garantiert.
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