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Was wir schon wissen

Zuvor war es der Bodenkontrolle noch gelungen, Philae um 35 Grad zu drehen, damit die Solarzellen mehr Licht einfangen können. Den genauen Landeort Philaes auf dem Kometen hat die Raumsonde Rosetta jedoch noch nicht entdeckt. Schon als die Mission vor Jahren geplant wurde, waren sich die Wissenschaftler darüber im klaren, dass Philae vielleicht nur wenige Stunden oder Tage auf der Oberfläche des Kometen würde operieren können. Sie überlegten sich daher genau, welche Daten sie auf jeden Fall haben wollten. Genau diese Daten wurden auch gesammelt. Der Mupus-Hammer der Sonde hämmerte, lieferte Daten und ging schließlich kaputt, was ein weiteres Mal zeigte, wie überraschend hart der Komet ist.

  • Der Komet Tschurjumow-Gerassimenko aus einer Entfernung von knapp 9 km. Ein Pixel entspricht 0,76 m. (Foto: Esa/Rosetta/NavCam/CC BY-SA IGO 3.0)
  • Aufnahme vom ersten Vorbeiflug. Dabei war Rosetta knapp 11 km weit vom Kometen weg. (Foto: Esa/Rosetta/NavCam/CC BY-SA IGO 3.0)
  • Mosaik aus vier Bildern. Sie wurden aus knapp 32 km aufgenommen und anschließend montiert. (Foto: Esa/Rosetta/NavCam/CC BY-SA IGO 3.0)
  • Das Foto, entstanden einige Tage vor dem Vorbeiflug, zeigt austretendes Material am Kometen. Das sollte Rosetta aus geringer Entfernung aufnehmen. (Foto: Esa/Rosetta/NavCam/CC BY-SA IGO 3.0)
Der Komet Tschurjumow-Gerassimenko aus einer Entfernung von knapp 9 km. Ein Pixel entspricht 0,76 m. (Foto: Esa/Rosetta/NavCam/CC BY-SA IGO 3.0)
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Die bisher empfangenen Daten verraten, dass auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko Wasserdampf, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Ammoniak, Methan und Methanol vorhanden ist. Außerdem entdeckte Philae Formaldehyd, Schwefelwasserstoff, Cyanwasserstoff, Schwefeldioxid und Kohlenstoffdisulfid. Viel wichtiger ist allerdings die Entdeckung von langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen. Um sie zu bilden, sind komplexe chemische Reaktionen erforderlich. Solche Verbindungen sind die Basis für Aminosäuren.

Kein Wasser für die Erde

Die Theorie, Kometen könnten als Wasser- und Stickstofflieferanten für die Erde gedient haben, unterstützen die Beobachtungen Philaes auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aber nicht. Die gemessenen Deuteriumanteile im Wasser auf dem Kometen unterscheiden sich deutlich von denen auf der Erde. Auch die Isotopenverhältnisse im Stickstoff auf dem Kometen sind unterschiedlich.

Auf 67P/Tschurjumow-Gerassimenko wurde auch molekularer Stickstoff entdeckt, der Hinweise darauf gibt, wo der Komet einst entstanden ist. Damit Stickstoff in molekularer Form gebunden wird, müssen Temperaturen um die minus 235 Grad Celsius herrschen. Molekularer Stickstoff wurde bislang auf dem Zwergplaneten Pluto und auf dem Netptun-Mond Triton entdeckt. Daher verorten die Wissenschaftler die Geburt des Kometen im Kuiper-Gürtel jenseits von Neptun.

Nur wenig Zeit für weitere Experimente

Die jetzt erreichten 24 Watt genügen für weitere Experimente. Die Forscher wollen die Instrumente an Bord des Kometenlanders noch mal aktivieren, um noch mehr über den Kometen zu erfahren. Je mehr der Komet sich der Sonne nähert, desto mehr können Philaes Akkus aufgeladen werden. Allerdings wird 67P/Tschurjumow-Gerassimenko Mitte August seinen nächsten Punkt zur Sonne erreichen. Dann könnte es auf dem Kometen so heiß werden, dass Philaes Instrumente versagen. Wenn sich der Komet danach wieder von der Sonne entfernt, geht Philae irgendwann die Energie aus.

 Rosetta-Mission: Philae funkt wieder
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Anonymer Nutzer 15. Jun 2015

Schöner Artikel. Haltet uns bitte weiter auf dem laufenden. Ich hätte nicht gedacht, dass...

jt (Golem.de) 15. Jun 2015

Jepp. Ohne drittes "n" natürlich. Ist korrigiert.


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