Abo
  • Services:

Rosepoint: Intel integriert WLAN in Atom-CPU

Das erste "silicon radio", das zusammen mit einem x86-Prozessor auf einem Chip sitzt, ist fertig. Intel stellte das Forschungsprojekt Rosepoint auf der Konferenz ISSCC vor. Das WLAN-Modul im Atom braucht keine weiteren Zusatzchips.

Artikel veröffentlicht am ,
Rosepoint: der Atom mit integriertem WLAN
Rosepoint: der Atom mit integriertem WLAN (Bild: Intel)

Unter dem Projektnamen Rosepoint hat Intel ein System-on-a-Chip (SoC) entwickelt, bei dem auf einem Die neben zwei Atom-Kernen auch ein WLAN-Transceiver sitzt. Es ist die erste Integration einer x86-CPU mit einem Funkmodul auf einem Chip. Bisher - und auch bei den meisten ARM-Lösungen - waren die Funkmodule meist auf zusätzlichen Bausteinen untergebracht.

Stellenmarkt
  1. Wacker Chemie AG, München
  2. ServiceXpert GmbH, München

Die Funktionseinheiten in Rosepoint kümmern sich dabei nicht nur um die Signalverarbeitung, was schon bisher mit integrierten Chips möglich war, auch die Leistungsverstärker sind auf dem Baustein integriert. Das entspricht weitgehend der Vision des 'silicon radio', die Intels damaliger Forschungschef Pat Gelsinger vor zehn Jahren entwarf.

Der Vorteil solcher Integration ist nicht nur die Platzersparnis, die vor allem bei Tablets und Smartphones wichtig ist. Funkmodule, die in modernen SoCs sitzen, profitieren auch von der Weiterentwicklung der Halbleiterfertigung und können so leistungsfähiger und billiger werden. Rosepoint wird bisher mit 32 Nanometern Strukturbreite hergestellt, feinere Verfahren sind Intel zufolge auch möglich.

  • Blockdiagramm von Rosepoint, unten rechts das WLAN-Modul (Bild: Intel)
  • Das Atom-SoC Rosepoint im Vergleich mit einer Vierteldollarmünze
Blockdiagramm von Rosepoint, unten rechts das WLAN-Modul (Bild: Intel)

Bisher kann das Funkmodul zwar nur im 2,4-GHz-Band arbeiten, dabei unterstützt es aber auch schon 40 MHz breite Kanäle. Das macht nach 802.11n - was Rosepoint unterstützt - auch mit nur einer Antenne schon Bandbreiten von 65 MBit/s möglich.

Noch handelt es sich bei Rosepoint um ein Forschungsprojekt, Intel hat auf der ISSCC keine neuen Atoms angekündigt, bei denen WLAN integriert ist. Da der Chip aber bereits zwei Kerne sowie Speichercontroller und PCIe-Verbindungen unterstützt, kann das nicht mehr lange dauern. Auch die bei den aktuellen Atoms schon verwendete Strukturbreite von 32 Nanometern deutet darauf hin, dass aus Rosepoint bald ein Produkt wird.

Meist sind Forschungschips nämlich in einer älteren Generation der Fertigungsverfahren entworfen. Die Integration von neuen Funktionseinheiten in bestehende Designs fällt leichter, wenn beide Komponenten in der selben Strukturbreite vorliegen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (u. a. Box-Sets im Angebot, z. B. Die Tribute von Panem - Complete Collection für 19,97€ und...

beaver 20. Feb 2012

Du hast recht. Das mit dem Smartphone habe ich zwar gelesen, aber vergessen. Ist aber...

SkyBeam 20. Feb 2012

Bei den Kollegen auf heise wurde dieser Punkt sogar einzeln erwähnt: Das Funkmodul wurde...

horst038 20. Feb 2012

Warum sollten sie ein Netzteil integrieren? Ich dachte die übernächste Generation wird...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /