Rory Read: AMDs neue x86-Architektur Zen kommt 2015

Bei einem Treffen mit Analysten der Deutschen Bank hat AMD-CEO Rory Read angekündigt, dass sein Unternehmen an einer neuen x86-Architektur mit dem Codenamen Zen arbeitet. Das soll dann die erste große Runderneuerung werden, seit der Chiphersteller im Oktober 2011 die Bulldozer-Architektur vorgestellt hatte, die seitdem mit kleinen Änderungen die Opterons und die FX-CPUs des Unternehmens antreibt.
Dass Bulldozer mit seinem ungewöhnlichen Konzept aus Modulen , bei dem sich zwei Integer-Kerne FPU und SSE-Einheiten teilen, unter den Erwartungen blieb, gab auch Read nun unumwunden zu: "Jeder weiß, dass Bulldozer nicht der Game-Changer war, als wir ihn vor drei Jahren eingeführt haben. Wir müssen nun vier Jahre damit leben." Dies sagte der AMD-Chef laut einem Transkript der Veranstaltung, das bei Seeking Alpha(öffnet im neuen Fenster) abrufbar ist.
Gleichzeitig kündigte Read an, dass Zen mit einer verkleinerten Strukturbreite hergestellt werden soll – welche genau, blieb der CEO allerdings genauso schuldig wie weitere technische Details zur neuen Architektur. Bisher werden die Bulldozer-CPUs mit 32-Nanometer-Technik hergestellt. AMD will aber, ähnlich wie Intel, mit kommenden Strukturbreiten auch auf FinFETs setzen, sagte Read.
Damit dürfte auch die von Read ebenfalls erwähnte K12-Architektur hergestellt werden. Das ist kein weiterer Codename für Zen, sondern ein neues Design , das x86- und ARM-Kerne vereint. K12 ist für 2016 vorgesehen, soll also nach Zen erscheinen.
Ebenso sagte der AMD-Chef nicht, für welche Einsatzgebiete Zen vorgesehen ist. Da er die Architektur aber ausdrücklich als Nachfolger von Bulldozer bezeichnete, ist damit zu rechnen, dass das Unternehmen damit neue Opterons und vielleicht auch High-End-Desktop-CPUs ausstatten will.