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Ronin im Test: Auftragsmord mit Knobelpausen

Schleichen, hacken, umlegen: Klingt wie ein Mix aus Splinter Cell und Assassin's Creed, ist im Fall von Ronin aber eine Mischung aus Rundenpuzzle und Action - mit einem ebenso ungewöhnlichen wie herausfordernden Spielprinzip.

Artikel veröffentlicht am ,
Ronin
Ronin (Bild: Devolver Digital)

Fünf wichtige Personen muss der Spieler im Indie-Spiel Ronin als Auftragsmörderin nach und nach in unterschiedlichen Gebäuden ausschalten. Dazu muss die Spielfigur klettern, schleichen, durch Fenster springen und in Computersysteme eindringen. Und als wäre das noch nicht genug, warten natürlich auch jede Menge Wachen darauf, der Assassinin das Leben möglichst schwer zu machen.

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Die Steuerung erfolgt wahlweise per Gamepad oder mit Tastatur und Maus. Letzteres funktioniert besser, allerdings auch nicht perfekt. Per WASD wird gelaufen, geklettert oder auch an Vorsprüngen entlanggehangelt. Die Maus hingegen wird zum Springen benutzt, was nicht einfach ist - das Anvisieren von Zielen ist auch nach einiger Übung noch kompliziert.

Ungewöhnlich in Ronin ist die Mischung aus Echtzeit- und Pause-Momenten: Wenn die Heldin von einer Wache entdeckt wird oder sie zum Sprung auf einen Gegner ansetzt, wird die Zeit angehalten, so dass in Rundenstrategie-Manier etwa eine Ausweichaktion geplant werden kann. Eine rote Linie zeigt die Schussbahn der Kontrahenten an, der Schwierigkeitsgrad steigt dabei schnell an.

Flucht und Frust

Ist die Heldin von mehreren Kontrahenten umzingelt, legt sich schnell ein Netz von roten Strichen über die aktuelle Spielszene und macht ein Entkommen äußerst schwer. Steht die Auftragsmörderin auch nach ihrem Zug noch im Schussbereich, stirbt sie. Wenn sie der Attacke entgangen ist, kann sie ihren Kontrahenten hingegen ohne Gegenwehr erlegen. Trotzdem ist Frust hier programmiert, da der Angriff oft im letzten Moment noch scheitert und die Szene erneut gespielt werden muss, bis die häufig einzige Option zum Entkommen gefunden ist.

Die Optik erinnert an Gunpoint, ist insgesamt aber recht spartanisch ausgefallen, zumal sich die Szenerie schnell wiederholt. Auch die Soundkulisse ist reduziert, was gleichzeitig aber auch für einen sehr eigenen, durchaus interessanten Stil sorgt.

Ronin wurde von Tomasz Waclawek zusammen mit Devolver Digital für Windows-PC entwickelt. Es ist bei den bekannten Downloadportalen wie Steam und GOG zum Preis von rund 13 Euro erhältlich.

Fazit:

Eigener Stil, ungewöhnliches Spielprinzip, fordernde Puzzles: Ronin hat einen interessanten Mix aus Plattform, Action und Rundenstrategie zu bieten. Der kreative Ansatz kann sein Potenzial aber nicht voll entfalten - dafür sind die Probleme bei der Bedienung und die teils sehr frustrierenden Passagen zu störend.

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