Rollerhersteller: Niu setzt auf Natrium-Ionen-Akkus

Niu will im kommenden Jahr ein Zweirad mit Natrium-Ionen-Akku auf den Markt bringen. Grund sind die steigenden Preise für Lithium-Akkus.

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Niu-Elektroroller (Symbolbild)
Niu-Elektroroller (Symbolbild) (Bild: Niu)

Niu will als Hersteller elektrischer Zweiräder wettbewerbsfähig bleiben und Wege finden, die Kosten zu senken. Dies sagte der Chef des Fahrzeugherstellers, Li Yan, dem China Securities Journal. Zuvor hatte dies bereits die CnEVPost berichtet.

Niu plane, sein erstes Zweirad mit Natrium-Ionen-Akku im Jahr 2023 auf den Markt zu bringen, heißt es beim China Securities Journal, das sich auf Aussagen Yans bezieht. Zwar sind diese Akkus bei gleicher Reichweite schwerer als Lithium-Akkus, sie sind aber günstiger.

Ob es sich bei dem Zweirad um einen E-Roller, einen E-Tretroller oder ein E-Bike handelt, ist nicht bekannt. E-Roller sind das Hauptprodukt des Unternehmens

Gestiegene Rohstoffpreise hätten dazu geführt, dass Niu die Preise für Roller mit Lithium-Ionen-Akkus anheben musste, doch alle Kosten ließen sich nicht weitergeben, hieß es weiter. Niu setzte eine Preiserhöhung von 7 Prozent durch, andere Hersteller dem Bericht zufolge um 9 bis 15 Prozent.

Die Natrium-Ionen-Akkus dürften von CATL kommen, die entsprechende Zellen bereits vorstellten. Zwar haben diese eine etwas geringere Energiedichte als Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus, jedoch auch Vorteile bei kalten Temperaturen. Zudem können sie schnell aufgeladen werden.

Nach Angaben von CATL erreicht die erste Generation dieser Akkus eine Energiedichte von 160 Wattstunden pro Kilogramm. In einigen Modellen verbaut Niu auch Lithium-Mangan-Eisenphosphat-Akkus.

Niu will 2022 zwischen 1,5 Millionen und 1,7 Millionen Zweiräder verkaufen, 1,3 Millionen bis 1,5 Millionen Stück davon in China.

Elektromobilität allein mit Lithium wird nicht funktionieren

Derweil droht der Mangel an weltweit verfügbarem Lithium den geplanten Hochlauf der Elektromobilität zu gefährden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), die am 23. Juni 2022 auf einem Industrieworkshop Lithium vorgestellt wurde. Nur im günstigsten Fall könne genügend Material bereitgestellt werden, um den wachsenden Bedarf zu decken. Schon jetzt führt die Lithiumknappheit zu einem hohen Preisanstieg des Materials.

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Zoe2020 10. Aug 2022

Dann werden zukünftig auch noch Roller die Ladesäulen blockieren wenn sie mit 2kW...

Zoe2020 10. Aug 2022

Meines Wissens ist Lithium keine seltene Erde oder überhaupt selten. Nach ersten...

Bonarewitz 09. Aug 2022

Da die hochreaktiven Stoffe nie in ihrer Reinform (als Element) daherkommen, sondern in...

ChMu 08. Aug 2022

Man muss auch noch hinkommen. Es kommt ja nun sehr selten vor das man unterwegs laden...



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