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Rollende Photovoltaik: Scania testet Solarzellen-Anhänger für Lkw

Wie viel Sprit kann ein mit Solarzellen bestückter Sattelschlepper sparen, fragt sich Scania und schickt einen Lkw auf die Straße.
/ Andreas Donath
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Scania-Laster mit Solarzellen-Anhänger (Bild: Scania)
Scania-Laster mit Solarzellen-Anhänger Bild: Scania

Die Außenhülle von Sattelschlepperanhängern bietet enorm viel Platz. Werden darauf Solarzellen befestigt, kann der Lkw während der Fahrt Strom gewinnen und gleich wieder nutzen. Die Volkswagen-Tochter Scania erprobt nun ein solches Konzept mit einem Hybrid-Sattelschlepper.

"Solarzellen wurden bisher auf Booten und Wohnwagen eingesetzt, aber dann nur für den Antrieb von Nebenaggregaten wie Kühlschränken und Kochern und nicht für den eigentlichen Antriebsstrang" , sagte Eric Falkgrim, Manager im Bereich Fahrzeugdesign bei Scania. Ganz korrekt ist das nicht, es gibt auch zahlreiche Versuchsautos mit Solarzellen , doch serienreif sind bisher nur solche, die damit etwas Strom beispielsweise für die Klimaanlage gewinnen.

Scania will 14.000 kWh Strom erzeugen - pro Jahr und Anhänger

Nun wird ein ca. 15 Meter langer Trailer oben und an den Seiten mit 140 Quadratmetern Solarzellen versehen. Scania schätzt(öffnet im neuen Fenster) , dass in einem Jahr 14.000 kWh Strom erzeugt werden können. Das größte Problem: Die Solarzellen sind teuer und müssten lange halten, um rentabel zu werden.

Der Anhänger wird mit dem schwedischen Speditionsunternehmen Ernst Express erprobt. Die Unternehmen erhoffen sich eine 5- bis 10-prozentige Kraftstoffeinsparung bei Fahrten in Schweden. In anderen Ländern mit mehr Sonnenstunden könnte noch mehr Sprit gespart werden.

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Das Projekt wird von der Innovationsagentur Vinnova der schwedischen Regierung finanziert. Das Unternehmen Midsummer stellt die Solarpaneele her. Beteiligt sind außerdem die Universität Uppsala und das Energieunternehmen Dalakraft.


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