Rollable-Laptops im Hands-on: Lenovo zeigt Gaming-Laptop mit seitlich ausfahrbarem Display

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Lenovo hat auf der Elektronikmesse CES 2026 eine Reihe von Konzeptgeräten präsentiert, die auf verschiedene Weisen ausfahrbare OLED-Displays verwenden. Mit dem Thinkbook Plus Gen6 Rollable hat der chinesische Hersteller bereits ein Notebook mit ausrollbarem Bildschirm im Portfolio, die neuen Geräte erweitern die bisherigen Konzepte.
Golem konnte sich die neuen Modelle bereits genauer anschauen. Vor allem das Legion Pro Rollable hiterließ bei uns einen guten Eindruck. Anders als beim Thinkbook Plus Gen6 Rollable (und dem ebenfalls auf der CES 2026 gezeigten Thinkpad Rollable XD, dazu gleich mehr) wird der Bildschirm beim Legion-Gaming-Laptop zur Seite hin erweitert.
Standardmäßig hat das Notebook einen 16 Zoll großen Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 16:10. Drücken wir einmal die Tastenkombination Fn + rechter Cursor, wird das Display sowohl links als auch rechts einige Zentimeter ausgefahren. Der Bildschirm erweitert sich dann auf 21,5 Zoll im Format 21:9.
Seitenverhältnis von bis zu 24:9 möglich
Das ist bereits deutlich breiter, als man es normalerweise bei einem Notebook gewohnt ist. Ein weiterer Druck der Tastenkombination lässt den Bildschirm noch ein Stück weiter ausfahren: In der Maximalstellung hat das Display eine Größe von 23,8 Zoll und ein Seitenverhältnis von 24:9, das ist tatsächlich sehr breit.
Das uns gezeigte Legion-Notebook ist ein Prototyp, entsprechend war der Mechanismus noch etwas laut, der Motor vibrierte zudem deutlich. Auch stellte sich das Display noch nicht auf die unterschiedlichen Bildschirmformate ein. Lenovo zeigte mit dem Serien-Rollable aber, dass der Hersteller diese Probleme lösen kann.

Obwohl der Ausfahrmechanismus laut war, funktionierte er zuverlässig. Allerdings fiel uns auf, dass die Motoren merklich auf den Akku gehen: Während der ca. 20 Minuten, die wir mit dem Legion Pro Rollable verbrachten, sank der Akkustand von 100 auf weniger als 88 Prozent.
Die Konstruktion des Notebooks machte auf uns im ausgefahrenen Zustand einen recht stabilen Eindruck: Die Flügel lassen sich zwar etwas biegen, und das gesamte Display ist nicht verwindungssteif. Das sind aber die Bildschirme vieler anderer Notebooks auch nicht.
Schauen wir direkt auf das ausgefahrene Display, sind die Übergangsstellen zwischen dem 16 Zoll großen Hauptdisplay und den Flügeln zu erkennen. Wie bei einem faltbaren Smartphone und dessen Falz stört das beim direkten Draufschauen aber kaum.