Roku Express im Test: Die Fire-TV-Konkurrenz hat ein paar Schwächen zu viel

Die ersten Roku-Geräte für den deutschen Markt sind vor allem eine Konkurrenz zum Fire TV Stick. Die Neulinge bieten Besonderheiten - nicht nur positive.

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Express und Express 4K im Test
Express und Express 4K im Test (Bild: Roku)

Roku betritt den deutschen Markt mit den beiden externen Streaming-Lösungen Express und Express 4K. Wir haben beide Streaming-Geräte getestet und sie dabei vor allem mit den Fire-TV-Geräten verglichen. Mit den Express-Modellen peilt Roku wie Amazon mit den Fire-TV-Stick-Modellen eine Zielgruppe an, die möglichst wenig Geld für die Geräte ausgeben will. Das Express-Modul unterstützt maximal Full-HD-Auflösung, mit dem Express 4K werden auch hochauflösende Inhalte abgespielt.

Inhalt:
  1. Roku Express im Test: Die Fire-TV-Konkurrenz hat ein paar Schwächen zu viel
  2. Rokus Express-Modelle laufen noch mit Infrarot-Technik
  3. Roku Express und Express 4K: Verfügbarkeit und Fazit

Wir gehen zunächst auf die Software ein und werfen danach einen Blick auf die Hardware. Roku hat ein eigenes Betriebssystem entwickelt, das auf seinen Geräten läuft. Es basiert auf Linux, aber nicht auf Android wie etwa die Fire-TV-Geräte von Amazon. Für die Einrichtung ist eine Konto-Anmeldung bei Roku erforderlich. Im Laufe des Tests hat sich für uns nicht erschließen können, warum die Geräte nicht auch ohne Roku-Konto verwendet werden können.

Wir sind auf keine Funktion gestoßen, die unbedingt ein Benutzerkonto benötigt. Auf der Roku-Oberfläche gibt es keinen zentralen Wiedergabeverlauf und auch keine zentrale Merkliste. Wer also unterschiedliche Streaming-Dienste nutzt, kann immer nur den Verlauf und die Merkliste der jeweiligen App nutzen.

Keine einheitliche App-Steuerung

Nach der Einrichtung erhalten wir eine klar strukturierte und sehr übersichtliche Oberfläche. Es gibt keinen Startbildschirm, der mit Filmen und Serien zugepflastert ist. Stattdessen sehen wir auf dem Startbildschirm nur eine Übersicht der installierten Streaming-Dienste. Im Unterschied zur Konkurrenz nennt Roku solche Apps Channels alias Kanäle. Sie verhalten sich aber exakt wie die Apps auf anderen Plattformen. Inklusive der typischen App-Startzeiten von 10 bis 20 Sekunden - abhängig von der App.

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Wie bei manch anderen Streaming-Geräten achtet auch Roku nicht darauf, dass es eine einheitliche Steuerung der Apps gibt. In manchen Apps löst ein Tastendruck gleich eine Funktion aus, in anderen Apps muss eine Taste auf der Fernbedienung für den gleichen Befehl zweimal betätigt werden. Das ist sehr nervig, wenn Grundfunktionen nicht einheitlich sind.

Bei der App-Auswahl schneiden die Roku-Geräte viel schlechter ab als die Konkurrenz. Zwar sind mit Netflix, Prime Video, Disney+, Sky Ticket, Apple TV+ sowie Dazn die meisten wichtigen Streaming-Anbieter vorhanden, aber bei der Nutzung linearen Fernsehens gibt es Lücken. Viele Mediatheken-Apps sind vorhanden, aber zum Beispiel fehlt Arte und für IPTV-Dienste wie Magenta TV, Waipu TV oder Zattoo gibt es keine Apps. Bei Musikstreaming-Diensten wird nur Spotify unterstützt; Amazon Music, Apple Music, Deezer oder Youtube Music fehlen.

Suchfunktion sehr gut gelöst, aber mit Lücken

Roku bietet eine tolle Suchfunktion, die viel übersichtlicher als beim Fire TV oder bei Android TV ist. Wir brauchen wie beim Fire TV nur wenige Buchstaben einzugeben und erhalten sofort passende Vorschläge. Aus der Vorschlagsliste müssen wir nur das Gesuchte auswählen und sehen dann, ob ein Film bei Apple TV+, Disney+, Netflix oder Prime Video zu bekommen ist.

  • Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express 4K mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express (Bild: Roku)
  • Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)
  • Roku-Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)
Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)

Andere Dienste wie etwa Sky Ticket werden nicht unterstützt. Es gibt also bei Roku die gleichen Probleme wie bei der Konkurrenz: Wenn die Suche nicht zufällig die Anbieter unterstützt, die man selbst verwendet, nützen einem die Suchfunktionen nichts. Beim Testen konnten wir sonderbarerweise einige wenige Filme gar nicht finden - es gab einfach keine Treffer, obwohl es die Titel in einem der unterstützten Dienste im Abo gab.

Fire TV Stick 4K Max mit Wi-Fi 6 und Alexa-Sprachfernbedienung (mit TV-Steuerungstasten)

Verbesserungspotenzial sehen wir im Alltag bei der Nutzung der Suchfunktion: So ist es recht mühsam, eine Sucheingabe zu löschen, um eine neue eingeben zu können. Das ist bei den Fire-TV-Geräten komfortabler, hier können wir mit der Zurück-Taste eine Eingabe löschen. Bei den Roku-Geräten müssen wir erst mühsam das Löschen-Symbol auf der Bildschirmtastatur ansteuern.

  • Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express 4K mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express (Bild: Roku)
  • Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)
  • Roku-Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)
Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)

Die Roku-Geräte unterstützen Airplay 2, so dass drahtlos Inhalte von kompatiblen Geräten abgespielt werden können. Standardmäßig sind es vor allem Apple-Geräte, die das beherrschen. Googles vergleichbare Cast-Technik wird nicht unterstützt.

Kommen wir nun zur Roku-Hardware.

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