Rokus Express-Modelle laufen noch mit Infrarot-Technik

Anders als etwa bei den Fire-TV-Sticks können die Express-Modelle von Roku nicht hinter dem Fernseher abgelegt werden. Denn Roku setzt - ungewöhnlicherweise - noch auf eine Steuerung mit Infrarot-Technik. Das bedeutet, es muss eine Sichtverbindung zwischen Gerät und Fernbedienung bestehen.

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Die Express-Modelle müssen also so aufgestellt werden, dass sie sich auf, unter oder neben dem Fernsehgerät befinden. Zum Lieferumfang gehört ein Klebestreifen, mit dem sich das Express-Gerät bei Bedarf am Rand des Fernsehers anbringen lässt. Der Klebestreifen soll sich auch nach jahrelanger Nutzung rückstandsfrei entfernen lassen, so der Hersteller.

Die meisten anderen modernen externen Streaming-Geräte verwenden Funktechnik. Das hat den großen Vorteil, dass wir die Fernbedienung beliebig halten können. Bei den Express-Modellen müssen wir uns umgewöhnen und sehr darauf achten, dass nichts vor der Fernbedienung liegt und die Fernbedienung in Richtung Streaming-Gerät gehalten wird. Das empfinden wir im Vergleich zur Konkurrenz als Komforteinbuße.

Gute Roku-Fernbedienung mit Schwächen

Die Express-Fernbedienung liegt gut in der Hand, hat eine gut strukturierte Tastengestaltung und alle Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Tasten sind unbeleuchtet, aber so bedruckt, dass sie auch bei Schummerlicht noch gut erkennbar sind. Es gibt die typischen Tasten zur Streaming-Steuerung, aber beiden Express-Modellen fehlen Tasten zur Lautstärkeregelung. Zur Änderung der Lautstärke muss man also eine weitere Fernbedienung bereitliegen haben.

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Als Besonderheit gibt es bei Roku einen Knopf, mit dem man gezielt 10 Sekunden zurückspringen kann. Alternativ geht das auch über das Steuerkreuz. Allerdings macht sich hier die mangelnde Einheitlichkeit bei der Steuerung bemerkbar. In manchen Apps funktioniert die 10-Sekunden-Taste nicht und das macht das gut gedachte Extra quasi wertlos.

Im unteren Bereich haben beide Roku-Modelle vier App-Tasten, um diese Apps direkt aufrufen zu können. Leider sind die App-Belegungen für den deutschen Markt aus unserer Sicht äußerst schlecht und unpassend gewählt. Mit den vier Tasten können Netflix, Apple TV+, Rakuten TV und Spotify geöffnet werden.

  • Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express 4K mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express (Bild: Roku)
  • Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)
  • Roku-Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)
Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)

Die beiden großen Anbieter Disney+ und Prime Video fehlen. Da sich die Tasten nicht umbelegen lassen, ist der Nutzen im Alltag nur sehr eingeschränkt, wenn nicht gerade nur Netflix benutzt wird. Roku hat hier leider viel Potenzial verschenkt. Eine Taste für Sprachsuchen haben die Express-Fernbedienungen beide nicht. Hier haben Fire-TV-Sticks den Vorteil, dass die Sprachsuche immer dabei ist.

Rokus Express-Geräte sind eher langsam

Beide Express-Modelle gehören ganz deutlich in den Bereich Einsteigergeräte. Wenn wir einen Streaming-Dienst wie Disney+, Netflix oder Prime Video öffnen, reagiert die Oberfläche eher träge - es gibt also die gleichen Probleme wie bei anderen Herstellern, wenn man sich für ein möglichst preiswertes Produkt entscheidet.

Bei den Roku-Modellen ist vor allem der vergleichsweise kleine Arbeitsspeicher ein Problem. Express hat 512 MByte Arbeitsspeicher, beim Express 4K ist es 1 GByte. Beides ist aber zu klein, um Apps lange im Speicher zu lassen. Wenn wir also etwa Disney+ geöffnet haben und den Startbildschirm aufrufen und sofort wieder Disney+ öffnen, dauert der App-Start genau so lange wie sonst.

  • Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express 4K mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express (Bild: Roku)
  • Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)
  • Roku-Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)
Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)

Hier sehen wir die Fire-TV-Sticks klar im Vorteil, sie behalten Apps im Speicher und oftmals ist eine Streaming-App direkt ohne Wartezeit wieder nutzbar, wenn sie zwischendurch verlassen wurde.

Äußerlich ähneln sich Express und Express 4K stark. Beim Auspacken fällt aber ein Unterschied auf: Dem normalen Express-Modell fehlt ein USB-Netzteil, das ist beim 4K-Modell dabei. Express unterstützt maximal Full-HD-Auflösung und ist mit Single-Band-WLAN ausgestattet. Mit dem Express 4K können Streams in 4K-Auflösung samt Unterstützung für HDR10+ angeschaut werden. Zudem gibt es hier Dual-Band-WLAN. Bei unserem Test haben wir bezüglich der WLAN-Leistung beim Streaming keine Unterschiede festgestellt, beide Geräte befanden sich aber in der Nähe eines WLAN-Zugangspunkts.

Fire TV Stick 4K Max mit Wi-Fi 6 und Alexa-Sprachfernbedienung (mit TV-Steuerungstasten)

Roku-App hat Besonderheiten

Roku bietet zu seinen Geräten auch eine App an, um diese vom Smartphone aus steuern zu können; zum einen als Alternative zur Fernbedienung, zum anderen werden darüber Funktionen bereitgestellt, die bei der Fernbedienung fehlen. Im Fall von Roku können die Express-Modelle mit einer Sprachsuche nachgerüstet werden. Das funktioniert sehr gut, wir bekommen direkt die passenden Treffer auf dem Fernseher angezeigt.

Über die Roku-App können auch direkt Apps auf dem Roku-Gerät installiert werden. Außerdem sind alle Apps in der Roku-App aufgelistet - wie bei den Fire-TV-Geräten und der entsprechenden App. Mit der Roku-App können wir auch ohne Airplay 2 lokale Inhalte vom Smartphone auf dem Roku-Gerät abspielen. Wir haben es mit Videos ausprobiert, waren aber wenig angetan von der Bildqualität. Das Material war auf dem Fernseher nur mit Artefakten und Komprimierungsresultaten zu sehen. In dieser Qualität verzichten wir lieber darauf.

Roku-App mit Privathören-Funktion

Eine weitere Besonderheit ist die Funktion Privathören: Sobald diese aktiviert ist, wird der Ton nicht mehr über die TV-Lautsprecher ausgegeben, sondern über das Smartphone. Die Funktion ist dafür gedacht, den Ton am Smartphone mit Kopfhörern zu hören. Wenn es kabelgebundene Kopfhörer sind, ist es bequemer, diese am Smartphone anzuschließen, statt sie bis zum Fernseher führen zu müssen.

  • Roku Express mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express 4K mit Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express 4K (Bild: Roku)
  • Fernbedienung für Roku Express (Bild: Roku)
  • Startbildschirm von Roku OS (Bild: Roku)
  • Roku-Fernbedienung (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku-App (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku Express (Bild: Roku)
  • Roku-Startbildschirm mit Sucheingabe (Bild: Roku)
Roku-App (Bild: Roku)

Bei der Privathören-Funktion machen sich WLAN-Schwächen der Roku-Hardware bemerkbar. Während wir an sich noch Streaming betreiben können, kommt es beim Privathören zu Aussetzern. Dann muss die WLAN-Verbindung zum Express-Gerät verkürzt werden, wenn diese Funktion unbedingt genutzt werden soll.

Die Express-Modelle haben keine Bluetooth-Technik eingebaut. Bei den Fire-TV-Sticks können Kopfhörer über Bluetooth mit dem Gerät verbunden werden, um Filme und Serien über Kopfhörer genießen zu können. In Anbetracht unserer Probleme mit dem Privathören-Modus ziehen wir die Bluetooth-Lösung von Amazon vor.

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