Rohstoffmangel: Daimler will Autos mit eigener Fabrik recyceln

Mercedes-Benz plant einen besseren Nutzen wiederverwertbarer Teile von Autos. Dafür baut das Unternehmen eine eigene Fabrik.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Daimler will alte Autos bestmöglich recyceln.
Daimler will alte Autos bestmöglich recyceln. (Bild: THOMAS KIENZLE/AFP via Getty Images)

Der Autohersteller Daimler will ein Recycling-Werk errichten, um wertvolle Rohmaterialien zu sichern und neu zu nutzen. Das kündigte Vorstandschef Ola Källenius am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz des Handelsblatts an.

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"Wir werden auch selber eine Recycling-Fabrik bauen, damit wir diese Technologie beherrschen", erklärte er. Einzelheiten zu der Fabrik nannte der aus Schweden stammende Manager nicht.

Daimler wolle den Anteil von wiederverwerteten Teilen in seinen Autos schrittweise erhöhen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Er sprach dabei auch Batteriezellen an. Bei Elektroautos solle es möglich sein, diese neu zu nutzen oder wieder zu verwerten. Daimler arbeite in dem Bereich mit Partnern zusammen. "Da sind große Fortschritte gemacht worden", resümierte der Daimler-Chef.

Ab 2030 keine Verbrenner mehr

Daimler hatte im Juli deutlich mehr Ehrgeiz für den Durchbruch der eigenen E-Flotte signalisiert. Der Hersteller läutet mit der Strategie den Abschied vom Verbrennungsmotor ein.

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Das ganze Mercedes-Benz-Geschäft soll auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. 2025 wollen die Schwaben nach früheren Angaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen. In Stuttgart bereitet man sich zudem darauf vor, bis zum Ende des Jahrzehnts vollelektrisch zu werden - überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Dazu soll auch eine Zellproduktion im großen Stil aufgebaut werden.

Auch Volkswagen arbeitet an einer ähnlichen Einrichtung. Anfang 2021 nahm VW eine Pilotanlage in Betrieb, die Akkus so aufbereiten soll, dass die Rohstoffe erneut zum Einsatz kommen können. VW beschäftige sich bereits seit über zehn Jahren mit dem Akku-Recycling, anfangs in Kooperation mit der Technischen Universität Braunschweig.

Dass Akkus viel zu wertvoll sind, um sie nach kurzer Nutzung zu entsorgen, hat Golem.de in einem Bericht 2019 ausführlich geschildert.

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Maddix 11. Nov 2021

Wenn ich die Fahrzeuge nur noch vermiete oder im Abo anbiete, dann muss ich als Daimler...

laolamia 11. Nov 2021

und diesen Vertrag unterschreibst du oder lässt es.... nun kommt bestimmt gleich einer um...

schnedan 10. Nov 2021

Am besten den Bandanfang der Recyclinganlage gleich ans Ende der Produktionslinie...

M.P. 10. Nov 2021

Und schon gibt es keine Gebrauchtwagen mehr ... Fürs Neuwagengeschäft sicherlich förderlich



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