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Der Bedarf an Kobalt steigt

Kobalt ist ein wichtiger Bestandteil eines bestimmten Typs der Lithium-Ionen-Akkus, der in vielen Elektroautos eingesetzt wird, darunter auch im BMW i3, im BMW i8 oder in Teslas Model S. Die Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxide (NMC) dienen als Speichermaterial für Lithiumionen.

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Verbreitet ist der Typus, in dem Nickel, Mangan und Kobalt zu gleichen Teilen enthalten sind. In den Entwicklungsabteilungen der Auto- und Akkuhersteller wird zwar an neuen Typen geforscht, die weniger Kobalt enthalten - etwa zwei Teile Kobalt auf fünf Teile Nickel und drei Teile Mangan oder je ein Teil Kobalt und Mangan auf acht Teile Nickel.

Da aber immer mehr Elektroautos gebaut werden, steigt die Nachfrage nach dem Rohstoff weiter an. "Es gibt da verschiedene Projektionen. Eine davon geht von einem Anteil von 12 Prozent Elektroautos im Jahr 2026 aus. Unter dieser Annahme steigt die Kobaltnachfrage auf 50.000 Tonnen im Jahr zusätzlich", rechnet Näher vor. Bei einem Anteil von 18 Prozent wären es 85.000 Tonnen mehr. "Bleiben Substitutionserfolge hin zu nickelreichen Kathoden aus, könnte der Bedarf an Kobalt für Batterien noch größer werden."

Entsprechend begehrt ist das Kobalt und deshalb auch teuer. Und solange Nachfrage und Preis hoch sind, wird auch Kobalt in artisanalen Minen im Kongo gewonnen. Die 15 bis 20 Prozent aus diesem Sektor sind immer noch mehr als das, was in den nächstgrößeren Förderländern China und Kanada produziert wird. Dass sich die Situation in absehbarer Zeit ändere, hält der BGR-Mitarbeiter deshalb für unwahrscheinlich.

Eine Möglichkeit, die Situation für die Bergleute zu verbessern, wäre, die Kooperativen zu professionalisieren: Standards für den Arbeitsschutz einzuführen etwa, oder Maschinen einzusetzen, statt mit der Hand zu arbeiten.

"Wir können in die Minen gehen, wir können versuchen, dort Standards einzuführen. Das artisanale Kobalt ist aber nur marktfähig, wenn es billig von artisanalen Bergleuten gefördert wird. Sobald irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden - Zertifizierungen, Mineninspektionen, Arbeitsschutz, Arbeitskleidung -, dann wird das artisanale Kobalt so teuer, dass es mit dem industriellen nicht mithalten kann und dann seine Marktrelevanz verlieren wird", resümiert Näher. Aber wer bezahle das? Die Frage müsse man sich stellen: "Soll das Geld von Geberländern dafür verwendet werden, dass die Bedingungen in den Kobaltminen verbessert werden? Soll die Industrie dafür zahlen oder die Endverbraucher?"

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 Wo bleibt das Kobalt?
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waldschote 24. Jan 2019

Na, da wo das Benzin auch herkommt, aus dem Zapfhahn natürlich ;)

Aki-San 24. Jan 2019

Das Problem mit blue crude ist das gleiche wie mit allen anderen Energieträgern. Man hat...

Aki-San 24. Jan 2019

Naja, man muss immer beide Seiten beachten. Wenn hier ein zuerst gut wirkender Artikel...

jose.ramirez 23. Jan 2019

Und Autos mit Wasserstoff als Treibstoff sind dann keine Elektroautos? Willst Du den...

Anonymer Nutzer 22. Jan 2019

Alles auf den Verbraucher schieben klingt wie wenn man Raubtiere im Zoo mit Waisenkindern...


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